Ernährungsberatung Schorndorf
Bei einer Mangelernährung werden 2 Formen unterschieden:
Unterernährung und Fehlernährung.
Auch übergewichtige / adipöse Menschen können einen Mangel an Protein oder Vitaminen / Mineralstoffen haben, das Gewicht alleine ist nicht aussagekräftig und gibt damit keine Auskunft über die Versorgung des Patienten mit Mikronährstoffen und Eiweiß.

Unterernährung (quantitative Mangelernährung)

Risiken:

  • Zurückbleiben in der körperlichen und geistigen Entwicklung (Retardierung)

  • Ernährungsstörung (= Dystrophie)

  • Tod (im Extremfall)

  • Möglicher Mangel: Eiweiß-, Fett-, Vitamin- und Mineralstoffmangel

Risikogruppen:

  • Menschen mit Essstörungen

  • ältere, allein lebende Menschen

  • Patienten in Alten- und Pflegeheimen

  • Obdachlose

Fehlernährung (qualitative Mangelernährung)

Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen

Kennzeichen: zu wenig Gemüse und Obst, Milchprodukte, Vollkornbrot, Hülsenfrüchte und Kartoffeln

Mögliche Gründe: Bequemlichkeit, Zeitdruck

Risiken: Bei Kindern Retardierung, die irreparabel sein kann

Häufige Infekte, Verstopfung, Jodmangel, Osteoporose (Knochenentkalkung)

Risikogruppen:

  • Singles

  • ältere Menschen

  • Obdachlose

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Das Risiko für Krankheiten steigt durch die Mangelernährung, indem das Immunsystem geschwächt wird. Ziel ist es Ihren Ernährungszustand zu verbessern. Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei, sich vollwertig unter Zufuhr aller wichtigen Nährstoffe zu ernähren und hierdurch dem Mangel an Energie / Eiweiß / Vitamine / Mineralstoffe oder Energie & Eiweiß entgegenzuwirken und schließlich wieder mehr Kraft zu haben.

Ziel ist es alle für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) Energie und Eiweiß in dem Maß zuzuführen, damit ihr Körper optimal versorgt wird. Hierfür werden gezielt entzündungsförderliche Lebensmittel gemieden sowie reichlich entzündungshemmende Lebensmittel verzehrt. Durch eine entzündungshemmende Kost kann so der Gesundheitszustand verbessert werden.

 

Blutbild: Der Serum-Albuminwert sollte mind. 3 betragen (damit kein Eiweißmangel vorliegt).

Wichtige Begriffe im Zusammenhang von Mangelernährung:

  • Dehydratation (Wassermangel im Körper durch zu wenig Flüssigkeitszufuhr) = Untergruppe der Fehlernährung

  • Kachexie (krankhafte, sehr starke Abmagerung, ab einem BMI <18,5)

  • Inanition (Abmagerung auf unter 80% des Normalgewichts)

Erkrankungen, die zu einer Kachexie führen können:

  • chronische Krankheiten Krebs, AIDS, rheumatoide Arthritis

  • Essstörungen

  • anhaltende Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts (Enteritis, Indigestion) oder der Bauchspeicheldrüse (v. a. chronische Pankreatitis)

  • chronische Herzinsuffizienz

  • chronische Lungenerkrankungen mit respiratorischer Insuffizienz (pulmonale Kachexie) Mukoviszidose

Säuglingsunterernähung:

Kwashiorkor: Ursache: mangelnde Zufuhr von Proteinen und Energie mit der Nahrung

Marasmus: Ursache: mangelnde Zufuhr von Proteinen und Energie mit der Nahrung

Scores zur Risiko-Indentifikation von Mangelernährung (z.B. in Krankenhäusern oder Ambulanz):

Nutritional Risk Screening 2002 (NRS 2002): Krankenhaus

 - Malnutrition Univeral Screening Tool (MUST)

Ambulanz

 - Subjective Global Assessment (SGA)

 - Mini Nutritional Assesment Geriatrie

   (MNA® - Score (Short oder Longform)

- Pflegerische Erfassung von Mangelernährung und deren Ursachen (PEMU) Stationäre Langzeit bzw. Altenpflege

 

Assessment:

Ziel: Einschätzung und Bewertung des Ernährungszustandes

Anwendung: bei auffälligem Screening-Ergebnis

Durchführung: ausführliche Anamnese und Entwicklung von Zielen und Maßnahmen für die Ernährungstherapie

  • Wird benötigt, wenn das Screening - Ergebnis eine Mangelernährung aufweist oder ein erhöhtes Risiko besteht.

  • Module des Assessments:

  • Ärztliches Anamnesegespräch

  • Anthropometrische Verfahren

  • Relevante Laborwerte (biochemische Parameter)

  • Ausführliche Ernährungsanamnese

Trinknahrungen (Astronautennahrung):

  • Verordnungsfähigkeit ist in der Arzneimittel – Richtlinie geregelt

  • Sind erstattungsfähig, sofern eine fehlende oder eingeschränkte Fähigkeit zur ausreichenden Ernährung gegeben ist.

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Ernährungstherapie

  • Antientzündliche Ernährung als Basis, individuell auf Sie abgestimmt

  • ganzheitliche Therapie - haben Sie Begleiterkrankungen die innerhalb der Beratung zu berücksichtigen sind?

  • Fettauswahl insgesamt, wie sollte diese gestaltet sein

  • wieviel tierische Lebensmittel (z.B. Fleischwaren, Milch u. Milchprodukte, Käse, Fischwaren, Eier) sind empfehlenswert?

  • Auf was muss ich bei der Auswahl tierischer Lebensmittel achten?

  • Wie kann ich durch die Ernährung Entzündungsprozessen entgegenwirken?

  • Körpergewicht: Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert.

  • Bei Insulinresistenz & Fettstoffwechselstörungen, diese ebenfalls ernährungstherapeutisch behandeln

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • ausreichend Ballaststoffe zuführen (> 30 g / Tag) über natürliche Lebensmittel, evtl. Ballaststoffsubstitution

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von ca. 1,3 - 2 l Trinkflüssigkeit entsteht.

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

Zu allen Therapiefeldern

 

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Hilfestellung:

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„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)

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Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt