Ernährungsberatung Schorndorf

Ernährung bei Gallensteinen
"Essen hält Leib & Seele zusammen"
Zertifizierte auf dich abgestimmte Ernährungsberatung 
         
              

Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt
Gallensteine sind auskristallisierte Bestandteile der Gallenflüssigkeit und können als Gries (kleine Steinchen) oder größere Steine auftreten. Sie können in der Gallenblase oder im Gallengang entstehen. Je nach Lage unterscheidet man also Gallenblasensteine und Gallengangssteine. Die Gallenblase ist das Speicherorgan von Gallenflüssigkeit (ca. 700 ml täglich) die von der Leber produziert wird. Gallensäuren (in der Gallenflüssigkeit) fördern die Verdauung von Fetten und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine.

Risikofaktoren:

  • genetische Veranlagungen

  • Geschlecht (Frauen sind häufiger betroffen, ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko)

  • Übergewicht / Adipositas

  • hohe Energie-, Fett- und Zuckerzufuhr sowie einem niedrigen Ballaststoffgehalt

  • Schwangerschaften

  • Einnahme weiblicher Geschlechtshormone (als Verhütungsmittel oder Hormonersatztherapie in den Wechseljahren)

  • ballaststoffarme, cholesterinreiche Ernährung

  • Stoffwechselerkrankungen wie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

  • erhöhte Blutfettwerte (Fettstoffwechselstörungen)

  • entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn

  • Gallensäurenverlust-Syndrom (Erkrankung mit relevantem Gallensäuremangel, etwa nach Entfernung eines bestimmten Darmabsschnitts bei Morbus Crohn-Patienten)

  • Einnahme bestimmter Antibiotika

  • Erkrankungen der Leber

  • Infektionen der Gallenwege mit Bakterien oder Parasiten

  • Blutarmut infolge erhöhten Zerfalls der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie) - dabei fällt reichlich Bilirubin an, was letztlich zur Gallenstein-Bildung führen kann

  • extrem kalorienarme Ernährung, sehr schnelle Gewichtsabnahme (Abnahme von > 1,5 kg / Woche)

  • ein bauchbetonter Fettansatz unabhängig vom Body-Mass-Index

Es werden 2 Arten von Steinen / Gries unterschieden:

  • Cholesterinsteine: Diese bestehen hauptsächlich aus Cholesterin (machen ca. 80% aus)

  • Bilirubin-(Pigment-)Steine: Sie bestehen aus einem Cholesterinkern, an den sich Bilirubin angelagert hat. (machen ca. 20% aus)

Symptome: (individuell unterschiedlich)

  • keine oder weniger starke Beschwerden, je nach Lage und Größe der Gallensteine

  • Möglich sind z.B. Schmerzen im rechten Oberbauch

  • heftigen Gallenkoliken, Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis), Gallenstau mit nachfolgender Entzündung des Gallengangs (Cholangitis), Gelbsucht (Ikterus) und/oder Entzündung weiterer Organe.

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei, präventiv Gallensteinen vorzubeugen. Bei bestehenden Gallensteinen kann eine entsprechende Ernährung die Entstehung einer Gallenkolik oder eine Entzündung der Gallenblase  verhindern. Gallensteine, die keine Probleme bereiten, werden normalerweise nicht entfernt. Machen sich die Steine durch wiederkehrende Koliken bemerkbar, ist es ratsam, die Gallenblase ganz zu entfernen.

Ziel ist es alle für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) Energie und Eiweiß in dem Maß zuzuführen, damit ihr Körper optimal versorgt wird. Hierfür werden gezielt entzündungsförderliche Lebensmittel gemieden sowie reichlich entzündungshemmende Lebensmittel verzehrt. Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert, wodurch das Gallensteinrisiko gesenkt wird. Durch eine entzündungshemmende Kost kann so Ihr Gesundheitszustand verbessert werden. Eine Gallenschonkost wie sie früher häufig praktiziert wurde gibt es nicht mehr.

Mögliche Folgen:

  1. Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis)

  2. Verletzung der Gallenblasenwand mit Austritt von Gallenflüssigkeit in den Bauchraum & resultierender Bauchfellentzündung

  3. erhöhtes Risiko für Gallenblasen- und Gallengangkrebs

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Ernährungstherapie

  • Antientzündliche Ernährung als Basis, individuell auf Sie abgestimmt

  • ganzheitliche Therapie - haben Sie Begleiterkrankungen die innerhalb der Beratung zu berücksichtigen sind?

  • Fettauswahl insgesamt, wie sollte diese gestaltet sein

  • wieviel tierische Lebensmittel (z.B. Fleischwaren, Milch u. Milchprodukte, Käse, Fischwaren, Eier) sind empfehlenswert?

  • Auf was muss ich bei der Auswahl tierischer Lebensmittel achten?

  • Wie kann ich durch die Ernährung Entzündungsprozessen entgegenwirken?

  • Körpergewicht: Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert.

  • Bei Insulinresistenz & Fettstoffwechselstörungen, diese ebenfalls ernährungstherapeutisch behandeln

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • ausreichend Ballaststoffe zuführen (> 30 g / Tag) über natürliche Lebensmittel, evtl. Ballaststoffsubstitution

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von ca. 1,3 - 2 l Trinkflüssigkeit entsteht.

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - Normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

 

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Hilfestellung:

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„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)