Ernährungsberatung Schorndorf

Ernährung bei erhöhten Harnsäurewerten oder Gicht
"Essen hält Leib & Seele zusammen"
Zertifizierte auf dich abgestimmte Ernährungsberatung 
         
              

Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt

Harnsäure ist ein Stoffwechselprodukt des Purinabbaus. Sie kommt in pflanzlichen und in tierischen Lebensmitteln (Zellwände) vor und wird auch endogen - in unserem Körper selbst produziert. Vorkommen von Purinen in tierischen Lebensmitteln (hohe Gehalte) und in

pflanzlichen Lebensmittel (niedrige Gehalte) in Abhängigkeit von dem Zellkerngehalt.

—Definition:

Hyperurikämie: >6,5mg Harnsäure/dl Blut im Serum, verursacht keine Beschwerden.

 

Gicht (Arthritis urica): entzündliche Gelenkerkrankung

Eine dauerhafte Hyperurikämie führt zur Gicht & damit zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen in Geweben & Gelenken.

Normwerte im Blut:

Männer  3,5 - 7,0 mg/100ml 

Frauen  2,5 - 6 mg/100ml 

Löslichkeit von Harnsäure im Blut: bis zu 6,5 mg Harnsäure sind in 100ml Blut löslich.

Ab 7mg / dl Blut sollten die erhöhten Werte therapiert werden!

Ursachen:

  • Genetik (primäre Gicht)

  • Krankheiten/Medikamente (z.B. Diuretika) (Sek. Gicht)

  • Fasten hemmt die Ausscheidung v. Harnsäure (Niere)

Mögliche Folgen:

Gichtanfall, Gelenkveränderungen, Harnsäuresteine der Nieren (Gichtniere)

Erhöhte Werte

können auch beim Abnehmen (Crash-Diäten, Fasten) entstehen oder

auch die Folge von der Einnahme bestimmter Medikamente sein.

Ausscheidung: 20% über den Darm, 80% über die Niere.

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei die erhöhten Werte herabzusetzen, Gichtanfällen vorzubeugen, eine Verschlechterung der Erkrankung zu vermeiden sowie über diätetische Maßnahmen die Ausscheidung auf natürliche Weise zu fördern. Des Weiteren kann eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht angezeigt sein und so den Gesundheitszustand weiter verbessert werden. Für eine purinarme Ernährung sollten nicht mehr als 3000 mg pro Woche und nicht mehr als 500 mg Harnsäure pro Tag verzehrt werden.

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei, Ihre Beschwerden zu reduzieren und hierdurch Ihre Gesundheit positiv zu beeinflussen. Eine energieangepasste vollwertige Ernährung unter Aufsicht einer zertifizierten Ernährungsfachkraft kann so langfristig zu Ihrem Erfolg führen. Die Ernährung wird angepasst an Ihr aktuelles Gewicht & gemeinsam definierter Zielsetzung für die Gewichtsabnahme.

Ziel ist es alle für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) Energie und Eiweiß in dem Maß zuzuführen, damit ihr Körper optimal versorgt wird. Hierfür werden gezielt entzündungsförderliche Lebensmittel gemieden sowie reichlich entzündungshemmende Lebensmittel verzehrt.

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Ernährungstherapie

  • Herabsetzen der erhöhten Werte durch eine diätetisch sinnvoll angepasste Kost (kein Fasten, keine Crash-Diäten durchführen!)

  • Für eine purinarme Ernährung sollten nicht mehr als 3000 mg pro Woche und nicht mehr als 500 mg Purine pro Tag verzehrt werden.

  • ganzheitliche Therapie - haben Sie Begleiterkrankungen die innerhalb der Beratung zu berücksichtigen sind?

  • entzündungshemmende Kost zur Vorbeugung von Krankheiten

  • Energiegerechte vollwertige Ernährung, Bedarf bei Normalgewicht errechnen

  • Körpergewicht: Bei Übergewicht ist je nach Ausprägung eine Gewichtsreduktion empfehlenswert.

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • ausreichend Ballaststoffe zuführen (> 30 g / Tag) über natürliche Lebensmittel, evtl. Ballaststoffsubstitution

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von mind. 2 L Trinkflüssigkeit pro Tag empfohlen wird (Ausscheidung von Harnsäure über die Niere!)

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

 

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Hilfestellung:

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„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)