Ernährungsberatung Schorndorf
Eine Hepatitis ist eine Entzündung der Leber die durch vielfältige unterschiedliche Ursachen begründet sein kann. Eine Hepatitis geht mit einer Schädigung und Zerstörung der Leberzellen (Hepatozyten) einher. Sie kann akut auftreten oder chronisch verlaufen.

Aufgaben der Leber:

  • žEntgiftung (Ammoniak, Alkohol, Medikamente…)

  • žAusscheidung von Stoffwechselprodukten (Steroidhormonabbau, Bilirubin aus Häm-)

  • žSpeicher (150 g Glykogen, Fe, A, D, K, E, B12, 20% des Blutes)

  • žFirst Pass Effekt (Filter für alle resorbierten Stoffe)

  • žImmunabwehr (Kupfersch`e Sternzellen)

  • žBlutmauserung (Erythrozyten-Abbau)

  • žStoffwechsel (EW, F, KH)

  • žProduzent (Cholesterin aus Fettsäuren & Glucose, Gallensaft (0,5-1 L/Tag) Bluteiweißstoffe (Albumine, Globuline), Blutgerinnungsstoffe (Fibrinogen, Gerinnungsfaktoren)

  • žPH-Wert- / Wärme- / Puffer - Regulation

Ursachen einer Entzündung:

  • rein mechanische oder physikalische Beeinträchtigung vorliegen (Strahlungshepatitis, Prellung, Blutabflussstörung etc.)

  • toxische Substanzen (Medikamente, Drogen, Gifte)

  • Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Parasiten)

  • und viele weitere

 

Eine Fettleber kann auch zu einer Fettleberhepatitis führen. Eine Gewichtsreduktion ist sehr empfehlenswert um das Fett in der Leber abzubauen und keine Fettleberhepatitis zu riskieren.

Hepatitis Verlauf:

  • Freisetzung von Entzündungsmediatoren: Zytokine

  • Einwanderung von Leukozyten und Makrophagen in das Lebergewebe

  • Entzündungszeichen im Körper: Leukozytose, Fieber, erhöhte Blutsenkungsreaktion, C-reaktives Protein (CRP)

  • Beeinträchtigung oder Absterben (Nekrose) der Leberzellen

  • Freisetzung von Proteinen und Enzymen aus abgestorbenen Leberzellen

  • Anstieg der Transaminasen („Leberenzyme“)

  • Einschränkung der Stoffwechselfunktionen der Leber

  • Störung von Hämoglobin- und Gallensäure-Stoffwechsels mit Ansammlung von Albumin, Bilirubin im Blut und daraus folgender Gelbsucht (Ikterus)

  • Durch den gestörten Energiestoffwechsel (Glykogen) kann ein Schwächegefühl resultieren

  • Da die Synthese von Faktoren der Blutgerinnung vermindert ist, liegt eine erhöhte Blutungsneigung vor

  • Weiter ist die Entfernung von freiem Ammoniak aus der Blutbahn beeinträchtigt, was eine Enzephalopathie mit dem Endstadium eines Leberkomas (Coma hepaticum) verursacht.

  • Sofern die Entzündung nicht folgenlos abheilt (Restitutio ad integrum), wird das untergegangene Lebergewebe durch Narbengewebe ersetzt: Fibrose der Leber, Leberzirrhose (durch chronische Hepatitis)

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei, die Entzündung der Leber zu reduzieren für eine schnelle Heilung und Regeneration durch eine vollwertige leicht bekömmliche Kost. Sie unterstützt darüber Hinaus die Leberfunktion, damit diese trotz Entzündung besser arbeiten kann. Des Weiteren werden Blähungen, Völlegefühl, Druck im Bauchraum & abdominelle Schmerzen herabgesetzt durch entsprechende diätetische Therapie. Ziel ist es, eine für Sie bekömmliche Kost, die alle für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) Energie und Eiweiß in dem Maß zuzuführen, damit ihr Körper optimal versorgt wird. Hierfür werden gezielt entzündungsförderliche Lebensmittel gemieden sowie reichlich entzündungshemmende Lebensmittel verzehrt. Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert. Durch eine entzündungshemmende Kost kann so Ihr Gesundheitszustand verbessert werden und Ihr Immunsystem gestärkt werden für mehr Wohlbefinden und Kraft in Ihrem Alltag. Sie erfahren wie Sie Entzündungen aktiv entgegenwirken können durch Lebensmittel die von Natur aus antimykotische (gegen Pilze), antibakterielle (gegen Bakterien), antivirale (gegen Viren) und antioxidative sowie immunstärkende Eigenschaften haben - also quasi natürliche Antibiotika darstellen.

Wichtig: Bitte verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin.

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Blutbild:

Es empfiehlt sich seinen Omega 3- Index regelmäßig überprüfen zu lassen.

Dieser gibt Auskunft über die Versorgung mit wertvollen Omega 3 Fettsäuren (alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure), die maßgeblich Entzündungsprozessen im Körper entgegenwirken können.

Ernährungstherapie

  • Antientzündliche Ernährung als Basis, individuell auf Sie abgestimmt

  • ganzheitliche Therapie - haben Sie Begleiterkrankungen die innerhalb der Beratung zu berücksichtigen sind?

  • Fettauswahl insgesamt, wie sollte diese gestaltet sein

  • wieviel tierische Lebensmittel (z.B. Fleischwaren, Milch u. Milchprodukte, Käse, Fischwaren, Eier) sind empfehlenswert?

  • Auf was muss ich bei der Auswahl tierischer Lebensmittel achten?

  • Wie kann ich durch die Ernährung Entzündungsprozessen entgegenwirken?

  • Körpergewicht: Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert.

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • ausreichend Ballaststoffe zuführen (> 30 g / Tag) über natürliche Lebensmittel, evtl. Ballaststoffsubstitution

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von ca. 1,3 - 2 l Trinkflüssigkeit entsteht.

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

 

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Hilfestellung:

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„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)

Ernährung bei Leberentzündung - Hepatitis

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Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt