Ernährungsberatung Schorndorf

Ernährung bei Insulinresistenz
"Essen hält Leib & Seele zusammen"
Zertifizierte auf dich abgestimmte Ernährungsberatung 
         
              

Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt

Eine Insulinresistenz kann als Frühwarnzeichen für Diabetes mellitus angesehen werden. Die Resistenz stellt eine massive Störung des gesamten Kohlenhydratstoffwechsels dar. Die Folge ist ein ständig erhöhter Blutzuckerspiegel, auf dem eine starke Insulinausschüttung folgt. Das kann auf Dauer zu Diabetes mellitus führen. Die Körperzellen werden zu Befehlsverweigerern und reagieren nicht mehr richtig. Bei einer Insulinresistenz liegt kein Insulinmangel vor.

Da Insulin aber nicht an Körperzellen wirken kann, bedingt durch die Resistenz, versucht der Körper durch die Produktion von immer mehr Insulin den Zucker endlich in die Zellen zu schleusen. Es ist sehr viel Insulin vorhanden, es besteht also ein Insulinüberschuss.

 

Symptome:

  • Unruhegefühl

  • Unterzuckerungserscheinungen: Schwindel, Schwitzen, Herzjagen, Blässe, Heißhunger, zittern, weite Pupillen

  • unnatürliche Gewichtszunahme

  • Zyklusstörungen mit unerfülltem Kinderwunsch

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei, die Insulinresistenz abzubauen und eine normale Stoffwechselsituation wieder herbeizuführen, bei der Insulin wieder normal wirken kann. Insulin spielt auch für das Fettgewebe eine zentrale Rolle und sorgt dafür, dass unser Nahrungsfett nach dem Essen gespeichert wird. Durch den Insulinüberschuss dauert es sehr viel länger, bis das ganze Insulin wieder abgebaut und aus dem Blut verschwunden ist. Die Waage zwischen Fett -aufbau & -abbau kann sich nun deutlich hin zur Fettspeicherung verschieben. Ein Insulinüberschuss kann daher eine treibende Kraft hinter krankhaftem Übergewicht (Adipositas) sein.

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei, Ihre Beschwerden insgesamt zu reduzieren und hierdurch Ihre Gesundheit positiv zu beeinflussen. Eine energieangepasste vollwertige Ernährung unter Aufsicht einer zertifizierten Ernährungsfachkraft kann so langfristig zu Ihrem Erfolg führen. Die Ernährung wird angepasst an Ihr aktuelles Gewicht & gemeinsam definierter Zielsetzung für die Gewichtszunahme / oder - abnahme.

Ziel ist es alle für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) Energie und Eiweiß in dem Maß zuzuführen, damit ihr Körper optimal versorgt wird. Hierfür werden gezielt entzündungsförderliche Lebensmittel gemieden sowie reichlich entzündungshemmende Lebensmittel verzehrt.

Diagnosestellung der Insulinresistenz - Möglichkeiten:

Blutzucker, nüchtern: Ein erhöhter Blutzuckerwert ist meist das Resultat eines Insulinmangels oder einer verminderten Insulinwirkung (Insulinresistenz). In selteneren Fällen liegt eine Überproduktion von blutzuckersteigernden Hormonen vor.

HbA1c-Wert

Da der HbA1c-Wert eine Einschätzung des Blutzuckerspiegels über einen längeren Zeitraum erlaubt, hat sich dieser Messwert als Qualitätskriterium für die Blutzuckereinstellung und damit die Diabetestherapie etabliert. Bei gut einstellbaren Diabetikern wird in der Regel ein HbA1c von etwa 7% (53 mmol/ mol) angestrebt. Niedrigere Therapieziele von 6 bis 6,5% (42-48 mmol/ mol) sind einem neuen Positionspapier der internationalen Diabetesgesellschaften zufolge nur bei Diabetikern mit kurzer Krankheitsgeschichte, hoher Lebenserwartung und ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen anzustreben. Diese sind zudem nur gerechtfertigt, wenn das Risiko für Hypoglykämien eher gering ist. Bei Patienten mit verkürzter Lebenserwartung, mit mehreren Fällen schwerer Hypoglykämien in der Krankheitsgeschichte, fortschreitenden Komplikationen und Folgeerkrankungen sowie bei unvertretbaren hohem therapeutischen Aufwand sollten hingegen weniger strenge Zielwerte angelegt werden. Hier ist ein HbA1c von 7,5 bis 8% (58-64 mmol/ mol) durchaus zufriedenstellend. Von einer zu strengen Blutzuckereinstellung ist vor allem bei Patienten abzusehen, die zum Erreichen der Zielwerte mehrere Medikamente in hohen Dosen benötigen würden und damit die Gefahr schwerer Wechselwirkungen bzw. Nebenwirkungen besteht (insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion).

 

Oraler Glukosetoleranztest (OGTT)

Ist der Blutzuckerspiegel nach 2 Stunden mit 7,8 bis 11 mmol/ l (140-199 mg/ dl) immer noch erhöht, liegt eine gestörte Glukosetoleranz bzw. ein Prä-Diabetes vor. Auch wenn an dieser Stelle noch keine medikamentöse Diabetestherapie notwendig ist, sollte das Vorstadium nicht unterschätzt werden. Zu diesem Zeitpunkt ist das Risiko für spätere kardiovaskuläre Ereignisse wie Myokardinfarkte, Schlaganfall oder Herzversagen bereits erhöht und erste Gefäßveränderungen nachweisbar. Nach Möglichkeit sollten an dieser Stelle nicht-pharmazeutische Therapiemaßnahmen ergriffen werden, um die Glukosetoleranz zu verbessern.

Proinsulin

Proinsulin ist die Speicherform des Insulinhormons, wie sie in den Betazellen vorliegt. Erst bei Bedarf spalten Proteasen die Hormonvorstufe in aktives Insulin und C-Peptid. Erhöhte Serumspiegel an intaktem Proinsulin korreliert eindeutig mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung einer Arteriosklerose (KHK). Außerdem hemmen erhöhte Werte an Proinsulin und dessen unspezifischen Abbauprodukten im Plasma die Fibrinolyse (Abbau von Blutgerinnseln). Im Falle einer Infarktentwicklung ist die Auflösung von Blutgerinnseln somit behindert und das Risiko eines Infarktes steigt.

 

C-Peptid

(connecting peptide) entsteht in den Betazellen der Pankreas. Es wird bei der Aktivierung von Insulin vom Proinsulin abgespalten und gelangt mit dem Insulin ins Blut. Bei einer gestörten Glukosetoleranz weist ein erhöhter Anstieg des C-Peptides während des oralen Glukosetoleranztestes auf eine Insulinresistenz hin.

HOMA-Index.

Dazu wird der Wert des Nüchtern-Blutzuckerspiegels mit dem Wert von Nüchtern-Insulin multipliziert. Eine Insulinresistenz besteht, wenn der HOMA-Score über 4,65 liegt.

IRIS II-Score

Punktesystem, das es erlaubt, die Insulinresistenz anhand verschiedener Parameter abzuschätzen, welche beim Metabolischen Syndrom von Bedeutung sind. Entsprechend seiner Werte werden dem Patienten die jeweiligen Punkte zugeordnet und im Anschluss summiert. Erreicht der Patient 70 Punkte und mehr ist die Diagnose Insulinresistenz zu stellen.

Quelle: https://fet-ev.eu/zuckerstoffwechsel-diagnostik/

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Blutbild:

Es empfiehlt sich seinen Omega 3- Index regelmäßig überprüfen zu lassen.

Dieser gibt Auskunft über die Versorgung mit wertvollen Omega 3 Fettsäuren (alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure), die maßgeblich Entzündungsprozessen im Körper entgegenwirken können.

Ernährungstherapie

  • Insulinresistenz abbauen, Stoffwechsel normalisieren

  • Körpergewicht: Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert.

  • Bei Insulinresistenz & Fettstoffwechselstörungen, diese ebenfalls ernährungstherapeutisch behandeln

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • ausreichend Ballaststoffe zuführen (> 30 g / Tag) über natürliche Lebensmittel, evtl. Ballaststoffsubstitution

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von ca. 1,3 - 2 l Trinkflüssigkeit entsteht.

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • entzündungshemmende Kost zur Vorbeugung von Krankheiten

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • Fettauswahl insgesamt, wie sollte diese gestaltet sein?

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • Auf was muss ich bei der Auswahl tierischer Lebensmittel achten?

  • wieviel tierische Lebensmittel (z.B. Fleischwaren, Milch u. Milchprodukte, Käse, Fischwaren, Eier) sind empfehlenswert?

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

 

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Hilfestellung:

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„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)