Ernährungsberatung Schorndorf
Kau- und Schluckstörungen / - beschwerden (Dysphagie) bergen das Risiko einer Mangelernährung & Fehlernährung. Wichtig ist es, die Konsistenz der Speisen so anzupassen, damit die Nahrung ohne Mühe leicht gegessen werden kann und das Essen appetitlich, ansprechend serviert wird.
Hierfür stehen unterschiedliche Konsistenzen der Nahrung / Getränke zur Verfügung:
  1. teiladaptierte Kost
  2. weiche Kost
  3. pürierte Kost
  4. flüssige Kost

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei einer Mangelernährung entgegenzuwirken, indem Sie Speisen ohne Mühe essen können. Wichtig hierbei ist, dass das selbstständige Essen, sofern dies möglich ist gefördert wird. ›Individuelle Bedürfnisse und Geschmacksvorlieben werden berücksichtigt.

›Die Konsistenz der Speisen / Getränke orientiert sich am individuellen Schluckvermögen. Bei Schluckstörungen sind Veränderungen / Verbesserungen und Verschlechterungen möglich, d.h. ein enger Austausch mit der/dem Logopädin / Logopäden ist bedeutsam. Eine ansprechende Optik,  Sensorik & Abwechslung der Speisen / Getränke sind wichtig, einer Appetitlosigkeit entgegenzuwirken. Des Weiteren wird Ihr Appetit durch eine entsprechende Lebensmittelauswahl sowie ansprechende Zubereitung und Anrichtung der Speisen mit Feinen Kräutern und Gewürzen gefördert (Inappetenz / Appetitmangel vermeiden). Eine basale Stimulation kann hierbei weiter appetitfördernd wirken.

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei, Ihr Gewicht zu halten /zu- oder abzunehmen, je nach Ausgangszustand, Begleiterkrankungen und individuellen Zielen.

 

Entzündungsförderliche Lebensmittel werden gemieden sowie reichlich entzündungshemmende Lebensmittel empfohlen. Durch eine entzündungshemmende vollwertige Kost stärken Sie Ihr Immunsystem und versorgen Ihren Körper vollumfänglich für mehr Energie und Kraft im Alltag. Ziel ist es alle für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) Energie und Eiweiß in dem Maß zuzuführen, damit ihr Körper optimal versorgt wird. Hierfür werden gezielt entzündungsförderliche Lebensmittel gemieden sowie reichlich entzündungshemmende Lebensmittel verzehrt. Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert. Durch eine entzündungshemmende Kost kann so der Gesundheitszustand verbessert werden.

Evtl. können Trinknahrungen, Dickungsmittel, konsistenzadaptiertes Wasser eine Hilfestellung für Sie sein. In der Beratung gehen ich auch auf das Anreichern von Speisen mit Energie und Eiweiß mit natürlichen Lebensmitteln ein.

Schluckvorgang / Schluckakt / Schlucken: Voraussetzung:

›Der Nasenrachenraum muss verschlossen sein.

›Der Kehlkopf muss durch die Epiglottis geschlossen werden.

›Schluckreflex: Der Speisebrei berührt Rachenwand, der Schluckakt wird reflektorisch ausgelöst.

Ablauf:

  1. ›Anspannung der Mundbodenmuskulatur

  2. ›Verschluss des Kehlkopfes

  3. ›Verschluss des Nasenrachenraumes

  4. ›Beförderung des Speisebreis in den Rachen

  5. ›Peristaltische Wellen im Ösophagus

Schluckstörungen = Dysphagie

›Definition:

›Beeinträchtigungen bei der Koordinierung des Schluckvorgangs

›Betroffen können sein: Kauvorgang, Nahrungstransport oder auch die Passage fester oder flüssiger Nahrung

žUnterschiedliche Beschwerdebilder:

žEssen und Trinken ist anstrengend

 

Symptome: Schmerzen beim Kauen/Schlucken, Räuspern, Husten, Regurgitieren, Mundtrockenheit (Xerostomie)

Mögliche Folgen durch:

  • schmerzhafte Nahrungsaufnahme: 

  • žgeringere Nahrungsaufnahme, einseitige Nahrungsmittelauswahl, beeinträchtigter Geschmack- und Genusswert

  • Evtl. Folgen der Dysphagie:

  • Mangelernährung, Dehydratation, herabgesetzte Lebensqualität, soziale Isolation

Erkrankungen die mit Kau- und Schluckbeschwerden einhergehen:

  • žApoplex (Schlaganfall)

  • multiple Sklerose

  • žÄltere Menschen (schlechter Zahnstatus, reduzierter Speichelfluss)

  • žAlzheimer- Erkrankung

  • žMandelentzündung (Tonsillitis), Zungenbrennen (Glossitis), abnorme Trockenheit der Mundhöhle (Xerostomie)

  • žSpeiseröhrenerkrankungen (Ösophagus: Stenosen, Divertikel, Tumore)

  • žTumore HNO-Bereich (Hals, Nasen und Ohrenbereich)

  • postoperativ nach Operationen im HNO- Bereich

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Ernährungstherapie

  • Antientzündliche Ernährung als Basis, individuell auf Sie abgestimmt

  • ganzheitliche Therapie - haben Sie Begleiterkrankungen die innerhalb der Beratung zu berücksichtigen sind?

  • Fettauswahl insgesamt, wie sollte diese gestaltet sein

  • wieviel tierische Lebensmittel (z.B. Fleischwaren, Milch u. Milchprodukte, Käse, Fischwaren, Eier) sind empfehlenswert?

  • Auf was muss ich bei der Auswahl tierischer Lebensmittel achten?

  • Wie kann ich durch die Ernährung Entzündungsprozessen entgegenwirken?

  • Körpergewicht: Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert.

  • Bei Insulinresistenz & Fettstoffwechselstörungen, diese ebenfalls ernährungstherapeutisch behandeln

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • ausreichend Ballaststoffe zuführen (> 30 g / Tag) über natürliche Lebensmittel, evtl. Ballaststoffsubstitution

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von ca. 1,3 - 2 l Trinkflüssigkeit entsteht.

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

 

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Hilfestellung:

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für mehr Wohlbefinden

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)

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Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt