Ernährungsberatung Schorndorf

Koriander

Auch: Arabische Petersilie, Asiatische Petersilie, Chinesische Petersilie, Gartenkoriander, Gewürzkoriander, Kaliander, Schwindelkorn, Schwindelkraut, Wanzenkraut, Wanzenkümmel

Beschreibung:

Koriander ist ein einjähriges Kraut aus der Pflanzenfamilie der Doldenblütler. Vom Korainder werden sowohl die Früchte, als auch die Blätter als Gewürz verwendet. Die Blätter riechen etwas nach Wanzen und die Beeren nach Anis (durch die unterschiedlichen Aromen können sie nicht gegeneinander ausgetauscht werden).

Viele Menschen sind der Meinung, dass die Korianderfrüchte angenehm würzig schmecken, das Aroma wird als nussig beschrieben. Das Aroma der Korianderblätter finden dagegen viele als unangenehm, abstoßend und vergleichen es mit Seife, verbranntem Gummi oder Bettwanzen. Korianderliebhaber beschreiben es dagegen als frisch, grün und würzig.

Die Wurzel des Korianderkrautes ist fasrig, dünn und spindelförmig; die Stängel rund und feingerillt; die Blätter langstielig, fächerförmig, gefiedert und hellgrün. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 80cm erreichen. Die Blüten des Korianderkrautes sind weiß bis zu blassrot. Die Früchte sind gelblich-braune kugelige Früchte mit einem Durchmesser von 1,5 bis 5mm. Die Blütezeit ist im Juni bis August.

Die Blätter werden den ganzen Sommer über frisch verwendet. Die Samen werden kurz vor der Ausreife im August/September in einen Leinenbeutel zum Ausreifen aufgehängt (da sie nach ihrer Reifung leicht abfallen).

 

Inhaltsstoffe:

Koriander enthält unter anderem ätherische Öle (Coriandrol), fettes Öl, Proteine, Gerbstoffe, Flavonoide.

 

Koch- und Küchentechnische Verwendung:

Koriander gibt es ganz oder gemahlen im Handel. Ganze Korianderkörner gibt man zu eingelegter Roter Beete, süßsauer eingelegten Gurken oder zu Fischmarinaden, sowie zu Wild- und

Fleischbeizen.

In Europa spielen die Samen des Korianders eine größere Rolle als die Blätter. Die Samen werden vor der Verwendung eventuell kurz angeröstet und je nach  Möglichkeit frisch gemahlen. Gemahlene Samen werden zum Würzen von Brotteig, Kleingebäck, Lebkuchen, Pfefferkuchen, Spekulatius, Honigkuchen verwendet. Koriander ist Bestandteil von Gewürzmischungen wie Currypulver oder Lebkuchengewürz und wird auch zu Likörherstellung verwendet. Es wird zum Würzen von pikanten Speisen wie Fleisch, Wurst, Saucen, Kohlgerichten, Hülsenfrüchten (z.B. Erbsen-, Linsen-, und Bohnengerichten), Kürbis, Kartoffelpuffer, Gemüse wie Möhren und Kohlarten, aber auch zu süßen Speisen wie Kompott, Apfelkuchen und  Weihnachtsgebäck verwendet. Oft wird es mit Kreuzkümmel kombiniert.

 

Verwendung innerhalb der Diätetik:                                                                      

Die ätherischen Öle des Koriander wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend und lindernd bei Magen-Darmleiden.

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)