Ernährungsberatung Schorndorf

Ernährung bei einer Nierenentzündung
"Essen hält Leib & Seele zusammen"
Zertifizierte auf dich abgestimmte Ernährungsberatung 
         
              

Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt
Die wichtigste Aufgabe der Nieren ist es, das Blut zu filtern & zu reinigen zur Entgiftung des Körpers. Bei einer Nierenentzündung kann 2 Bereiche unterscheiden: 1. Entzündung der Nierenkörperchen (Glomerulonephritis) oder 2.  des bindegewebigen Zwischenraums und den Harnkanälchen (tubulo-intestinelle Nephritis). Eine Nierenentzündung bereitet häufig keine oder geringe Beschwerden, da noch gesunde Bereiche der Niere lange Zeit die Funktion aufrecht erhalten können. Meist finden sich bei einer Routineuntersuchung auffällige Urinbefunde (Nachweis von Eiweiß und Blut im Urin). Eine akute Nierenbeckenentzündung verursacht dagegen starke Beschwerden.

Risikofaktoren die eine Entzündung begünstigen (teilw. Auszug aus Quelle: http://www.gesundheits-lexikon.com)

  • Säuglinge, Kleinkinder & ältere Personen ab 60 Jahre sind häufiger betroffen

  • Schwangerschaft

  • geschwächtes Immunsystem

  • Insulinresistenz

  • Diabetes mellitus

  • Gicht

  • Urolithiasis (Harnsteine)

  • Tumorerkrankungen

  • HIV-Erkrankung

  • Chronische Darmentzündungen wie Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn – können über den Blutweg (hämatogen) auch zu einer Pyelonephritis führen

  • Neurogene Blasenentleerungsstörungen, z. B. aufgrund Multipler Sklerose oder Querschnittslähmung

  • Benigne Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung)

  • Cystitis (Harnblasenentzündung)

  • Sichelzellenerkrankung

  • Plasmozytom  (Multiples Myelom) – bösartige Tumorerkrankung aus der Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome. Sein Ursprung liegt wie bei allen Lymphomen im lymphatischen Gewebe; viele (multiple) vom Knochenmark ausgehende Tumoren (Myelome)

  • Harnröhrenstrikturen – Verengungen der Harnröhre

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei, Ihre Nieren optimal in Ihrer Funktion zu unterstützen. Des Weiteren ist es von höchster Bedeutung hierfür Ihren Körper mit allen für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffen (Vitamine und Mineralstoffe) Energie und Eiweiß optimal zu versorgen. Insgesamt zielt die Therapie darauf ab entzündungsförderliche Lebensmittel zu meiden & gleichzeitig reichlich entzündungshemmende Lebensmittel zu verzehren. Bei Übergewicht / Adipositas ist evtl. eine Gewichtsreduktion empfehlenswert. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Versorgung mit Flüssigkeit gelegt, ein Trink - & Essprotokoll kann hierzu Hinweise zu einer mangelnden Flüssigkeitszufuhr geben. Patienten mit einer Nierenerkrankung sollten mit Ihrem Arzt absprechen, ob sie ihre Flüssigkeitszufuhr kontrollieren müssen.

Sie erfahren wie Sie der Entzündung aktiv entgegenwirken können durch Lebensmittel die von Natur aus antimykotische (gegen Pilze), antibakterielle (gegen Bakterien), antivirale (gegen Viren) und antioxidative sowie immunstärkende Eigenschaften haben - also quasi natürliche Antibiotika darstellen.

Plötzliche Anzeichen einer akuten Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)

  • Fieber (ca. 40 °C)

  • Schüttelfrost

  • Übelkeit bis hin zum Erbrechen

  • Schweres Krankheitsgefühl

  • Schmerzen an der seitlichen Bauchregion (Flanken), die bei Erschütterung zunehmen

  • Häufiges Wasserlassen verbunden mit Schmerzen und Brennen

  • Blut im Urin

  • Erhöhter Pulsschlag

  • Kopf- und Bauchschmerzen

Anzeichen einer chronischen Nierenbeckenentzündung Pyelonephritis) (bleibt lange unbemerkt)

  • Kopfschmerzen

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit

  • dumpfe Rückenschmerzen in der Lendengegend

  • Magenschmerzen, evtl. Brechreiz

  • Probleme beim Wasserlassen

  • Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme

Aufgaben der Nieren:

  • Entgiftung: harnpflichtige Substanzen (Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure), Fremdstoffe, Medikamente, Umweltgifte

  • Konstanthaltung des Wasserhaushaltes und osmotischen Druckes durch Elektrolytregulation

  • Hormonbildung: Renin & Erythropoetin, Vitamin D- Aktivierung in Calcitriol

  • Aufrechterhaltung des Säure-Basenhaushaltes: Blut-PH-Wert: 7,4, unterstützt den Bicarbonatpuffer (HCO3- + H+ <-> H2CO3 <-> CO2 + H2O ), H+ Ausscheidung - Regulation

Harnbildung

  • Renin steuert den Filtrationsdruck

  • Filtration / d = 180 Liter = 1,5 Liter Urin /Tag

Nierenschwelle von Glukose: 180mg/dl / Tag

= max. Resorptionsmenge! --> mehr Glucose wird als Rest ausgeschieden (bei Diabetes mellitus)

Nephron (Nierenrinde) = funktionelle Einheit

Nephrone bestehen aus Nierenkörperchen & Nierenkanälchen

1) Nierenkörperchen - Primärharnbildung  

  • Glomerulus-Gefäßeinheit (Arterien) --> Ultrafiltration

  • Baumannsche Kapsel (engmaschiger Filter, Proteine bleiben hängen)

2) Nierenkanälchen (Tubulusapparat)

  • – Reabsorption, Sekretion, Konzentration

  • Sekundärharnbildung (Endharn)

  • proximaler Tubulus (Reabsorption: AS, Glukose, Wasser, Elektrolyte)

  • Henlesche Schleife (Wasser)

  • distaler Tubulus (Wasser, Elektrolyte)

  • Verbindungstubulus (Elektrolyte)

 

Sammelrohr (Wasserrückresorptionsort) sammelt den Sekundärharn & führt diesen ins Nierenbecken

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Ernährungstherapie

  • Antientzündliche Ernährung als Basis, individuell auf Sie abgestimmt

  • Individuelle Energie - & Proteinbedarfsberechnung

  • ganzheitliche Therapie - haben Sie Begleiterkrankungen die innerhalb der Beratung zu berücksichtigen sind?

  • Fettauswahl insgesamt, wie sollte diese gestaltet sein

  • wieviel tierische Lebensmittel (z.B. Fleischwaren, Milch u. Milchprodukte, Käse, Fischwaren, Eier) sind empfehlenswert?

  • Auf was muss ich bei der Auswahl tierischer Lebensmittel achten?

  • Wie kann ich durch die Ernährung Entzündungsprozessen entgegenwirken?

  • Körpergewicht: Bei Übergewicht / Adipositas ist evtl. eine Gewichtsreduktion empfehlenswert.

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel / Proteinüberschuss verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • ausreichend Ballaststoffe zuführen (> 30 g / Tag) über natürliche Lebensmittel, evtl. Ballaststoffsubstitution

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von ca. 1,3 - 2 l Trinkflüssigkeit entsteht. Unter Absprache mit Ihrem Arzt, evtl. ist eine Flüssigkeitsbegrenzung nötig, diese wird dan nmitberücksichtigt.

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

 

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„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)