Ernährungsberatung Schorndorf

Ernährung nach einer Organtransplantation
"Essen hält Leib & Seele zusammen"
Zertifizierte auf dich abgestimmte Ernährungsberatung 
         
              

Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt
Ihr körpereigenes Abwehrsystem wehrt sich gegen alles das als „fremd" eingestuft wird, so auch gegen ein neues Organ. Medikamente, die diese typischen Abwehrreaktionen unterdrücken können, werden als Immunsuppressiva bezeichnet. Ohne diese Medikamente würde Ihr transplantiertes Organ von bestimmten Körperzellen angegriffen & zerstört werden. Die Medikamente müssen dauerhaft & regelmäßig eingenommen werden.

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Die Ernährungstherapie stärkt Ihr Immunsystem und sorgt dafür, dass Sie ausreichend mit allen Nährstoffen versorgt werden. Auf Grapefruit (& Folgeprodukte wie z.B. Grapefruitsaft etc.) müssen Sie verzichten, da enthaltene Substanzen das Abbausystem der immunsuppressiven Medikamente in der Darmwand hemmen würden.

In der Frühphase nach der Transplantation ist ihr Kalorienbedarf noch erhöht, sowie auch der Bedarf an Protein (Eiweiß). Ihre Trinkflüssigkeitsmenge sollte mind. 2 Liter pro Tag betragen. In dem ersten halben Jahr ist bedingt durch die stärkere Immunsuppression die Infektanfälligkeit erhöht, weswegen besonders auf eine ausreichende Versorgung mit alles Nährstoffen sowie auf eine strengstens einzuhaltende keimarme Ernährung (und hygienische Maßnahmen hierfür) gesorgt werden muss. Wie diese keimarme gestaltet wird, erkläre ich Ihnen ausführlich in der Beratung.

 

Die Ernährungstherapie stärkt Ihr Immunsystem durch eine entzündungshemmende Ernährung. Hierzu erfahren Sie welche Lebensmittel von Natur aus antimykotische (gegen Pilze), antibakterielle (gegen Bakterien), antivirale (gegen Viren) und antioxidative sowie immunstärkende Eigenschaften haben - also quasi natürliche Antibiotika darstellen. Ziel ist es, eine für Sie bekömmliche antientzündliche Kost, die alle für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) Energie und Eiweiß (Eiweißmenge ist angepasst an Ihren individuellen Bedarf) sowie sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe in dem Maß zuzuführen, damit ihr Körper optimal versorgt wird. Hierfür werden gezielt entzündungsförderliche Lebensmittel gemieden sowie reichlich entzündungshemmende Lebensmittel verzehrt. Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert. Durch eine entzündungshemmende Kost kann so der Gesundheitszustand verbessert werden. 

Risiko erhöht für eine Insulinresistenz & Diabetes mellitus: Tacrolimus (ein immunsuppressives Medikament) vermindert die Freisetzung von Insulin und führt, wie Cortison auch, zu einer stärkeren „Unwirksamkeit" von Insulin.

Risiko erhöht für eine Fettstoffwechselstörung: Auch erhöhte Blutfette (Lipide) schädigen die Gefäße, führen zu einer Leberverfettung und sind für die Nierentransplantate auch direkt schädigend. Ist das gefäßaggressive LDL-Cholesterin erhöht, sollte abends vor dem Schlafengehen ein sog. Lipidsenker eingenommen werden. Dies würde ggf. mit Ihnen besprochen.

 

Erhöhtes Tumor-Risiko: Durch die  Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten besteht ein erhöhtes Tumorrisiko (v.a. der Haut, Lymphome & Gebärmutterhalskrebs). Es besteht ein erhöhter Bedarf an Antioxydanzien, evtl. kann eine Supplementierung eine Hilfestellung bieten. Dabei ist jedoch die Menge der jeweiligen Antioxidantien zu beachten, weil Überdosierungen mancher Vitamine immunsuppressiv wirken. Ich empfehle einen strikten Alkohol- & Nikotinverzicht. Impfungen sollten nach Möglichkeit vor einer Transplantation durchgeführt werden. Im ersten Jahr nach der Transplantation ist es ratsam auf Impfungen zu verzichten, danach sind Impfungen mit Totimpfstoffen (keine Lebendimpfstoffe) auch bei transplantierten Menschen möglich, unter Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Patientenprotokoll: Im ersten Jahr nach einer Organtransplantation sollten Sie täglich, aber auch nach diesem ersten Jahr noch zumindest 1-2 mal pro Woche ein Protokoll führen über Ihr Körpergewicht (morgens nach dem Aufstehen), Ihre Körpertemperatur,  Ihren Blutdruck und Puls (morgens und im Verlauf des Tages), Ihre Trinkmenge und die gemessene Urinausscheidung, Besonderheiten wie z.B. Übelkeit, Durchfall, Unwohlsein, Husten etc.

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Ernährungstherapie

  • Antientzündliche, keimarme Ernährung als Basis, individuell auf Sie abgestimmt

  • Energie - und eiweißangepasste Ernährung, Berechnung des individuellen Bedarfs

  • hygienische Maßnahmen bei der Nahrungszubereitung und Vorsicht bei bestimmten Lebensmitteln, die Ihr Immunsystem zusätzlich belasten würden

  • ganzheitliche Therapie - haben Sie Begleiterkrankungen die innerhalb der Beratung zu berücksichtigen sind?

  • Fettauswahl insgesamt, wie sollte diese gestaltet sein

  • wieviel tierische Lebensmittel (z.B. Fleischwaren, Milch u. Milchprodukte, Käse, Fischwaren, Eier) sind empfehlenswert?

  • Auf was muss ich bei der Auswahl tierischer Lebensmittel achten?

  • Wie kann ich durch die Ernährung Entzündungsprozessen entgegenwirken?

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • ausreichend Ballaststoffe zuführen (> 30 g / Tag) über natürliche Lebensmittel, evtl. Ballaststoffsubstitution

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von > 2 l Trinkflüssigkeit entsteht.

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

 

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„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)