Ernährungsberatung Schorndorf

Ernährung bei Refluxösophagitis
"Essen hält Leib & Seele zusammen"
Zertifizierte auf dich abgestimmte Ernährungsberatung 
         
              

Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt
Die Refluxösophagitis ist eine entzündliche Erkrankung der Speiseröhre, die durch einen Reflux von sauren Magensaft gefördert wird. Im Zweifelsfall wird zur Diagnosesicherung eine Speiseröhrenspiegelung (Ösophagoskopie) durchgeführt. Ursache ist oftmals ein erschlaffter Schließmuskel am unteren Ende der Speiseröhre (= der untere Ösophagussphinkter ist ein Muskel, der die Speiseröhre vom Magen trennt). Durch einen gesteigerten Rückfluss dieser Sphincterschwäche kann saurer Mageninhalt zurück in die Speiseröhre fließen, was zu Entzündungen führt. In der Regel lässt sich die Erkrankung konservativ, also ohne Operation behandeln. Der Muskeltonus, und somit auch das Ausmaß und die Häufigkeit eines Refluxes, ist von der Nahrungszusammensetzung, dem Nahrungs-pH-Wert & der Nahrungstemperatur sowie weiteren Faktoren, wie z.B. langdauernde Sondenernährung, verschiedene Medikamente, Alkoholkonsum, Zigarettenrauch & weitere Faktoren abhängig.

Ursachen:

  • Hiatushernie (Magenteile treten durch den Hiatus in den Thorax)

  • Insuffizienz des unteren Ösophagussphinkter

  • überhöhte Magensaftproduktion

  • intraabdominelle Druckerhöhung (Adipositas, Aszites, Schwangerschaft, enge Kleidung)

  • Ernährung: zu viel Fett, Alkohol, Nikotin, Kaffee

  • Medikamente (Opiate)

  • Schwangerschaft

  • postoperativ nach Achalasie

 

Symptome:

  • Aufstoßen von Säure, Sodbrennen

  • Schluckbeschwerden

  • Komplikationen: Strikturen, Ulzera, Blutungen

 

Diagnostik: Endoskopie, Röntgen

Therapie:

  • Konservativ durch medikamentöse Säureblocker (PPI = Protonenpumpenhemmer)

  • Wenn konservative Behandlung nicht erfolgreich: operative Therapie

  • Bei Übergewicht: Reduktion bzw. Normalisierung des Körpergewichtes.

 

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Bei einer Refluxösophagitis unterstützt die Ernährungstherapie Sie dabei, Entzündungen entgegenzuwirken & Ihr Immunsystem aktiv zu stärken. Hierzu erfahren Sie welche Lebensmittel von Natur aus antimykotische (gegen Pilze), antibakterielle (gegen Bakterien), antivirale (gegen Viren) und antioxidative sowie immunstärkende Eigenschaften haben - also quasi natürliche Antibiotika darstellen. Bitte beachten Sie: Eine senkrechte Körperlage unterstützt die Verdauungstätigkeit.

 

Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert. Alkohol sollte nach möglich reduziert / vermieden werden, da dieser die Symptome einer Refluxösophagitis verstärkt. Schokolade führt zu einer Reduzierung des Drucks im unteren Ösophagus und damit zu einer Begünstigung des Refluxes insgesamt. Ein gelegentlicher Verzehr von Schokolade ist möglich unter Betrachtung der Gesamtsituation und des Essverhaltens. Ein ausgeprägter Fettansatz im Bereich der Bauchdecken (Apfeltyp bei Adipositas) erhöht bei Rückenlage erheblich den Druck innerhalb des Bauchraumes wodurch bei einem nicht optimalem Druck im unteren Abschnitt der Speiseröhre der Reflux begünstigt wird. Eine Körpergewichtnormalisierung in Richtung BMI 25 reicht häufig schon aus die Symptomatik massiv zu vermindern oder zu beseitigen. Auch fördern große, voluminöse Mahlzeiten und eine Neigung zu Stuhlverstopfung (Obstipation) den Reflux.

Da die Nahrungszusammensetzung beeinflusst den Tonus des unteren Ösophagus. Die Verteilung der Nährstoffe (Kohlenhydrat-Eiweiß-Fett-Relation) auf die jeweiligen Mahlzeiten ist daher wichtig zu betrachten. Fett reduziert den Tonus & kann so die Symptomatik verstärken (Grund: sehr wahrscheinlich über die Freisetzung des Hormons Cholezystokinin). Kohlenhydrate vermindern den Tonus unwesentlich, eiweißreiche Mahlzeiten können den Druck sehr steigern und so die Symptomatik vermindern. Eiweißreiche Mahlzeiten erhöhen die Gastrinkonzentration, während fett- und kohlenhydratreichen Speisen den Gastrinwert kaum beeinflussen. Der Muskeltonus wird durch geringe Gastrinmengen erhöht, während die Säuresekretion in der Magenschleimhaut durch geringe Gastrinmengen nicht oder nur unwesentlich stimuliert wird.

Durch eine für Sie passende Mahlzeitengestaltung, mit einer Basis von bekömmlichen antientzündlichen Speisen, sollen alle für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) Energie und Eiweiß (Eiweißmenge ist angepasst an Ihren individuellen Bedarf) sowie sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe in dem Maß zugeführt werden, damit Ihr Körper optimal versorgt wird. Hierfür werden gezielt entzündungsförderliche Lebensmittel gemieden sowie reichlich entzündungshemmende Lebensmittel verzehrt. Durch eine entzündungshemmende Kost kann so Ihr Gesundheitszustand verbessert werden.

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Ernährungstherapie

  • Antientzündliche Ernährung als Basis, individuell auf Sie abgestimmt

  • ganzheitliche Therapie - haben Sie Begleiterkrankungen die innerhalb der Beratung zu berücksichtigen sind?

  • Individuellen Energie- und Eiweißbedarf berechnen

  • Fettauswahl insgesamt, wie sollte diese gestaltet sein

  • wieviel tierische Lebensmittel (z.B. Fleischwaren, Milch u. Milchprodukte, Käse, Fischwaren, Eier) sind empfehlenswert?

  • Auf was muss ich bei der Auswahl tierischer Lebensmittel achten?

  • Wie kann ich durch die Ernährung Entzündungsprozessen entgegenwirken?

  • Körpergewicht: Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert.

  • Bei Insulinresistenz & Fettstoffwechselstörungen, diese ebenfalls ernährungstherapeutisch behandeln

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • ausreichend Ballaststoffe zuführen (> 30 g / Tag) über natürliche Lebensmittel, evtl. Ballaststoffsubstitution

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von ca. 1,3 - 2 l Trinkflüssigkeit entsteht.

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

 

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„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)