Ernährungsberatung Schorndorf

Sternanis

Auch Badian

Beschreibung:

Der Sternanis wächst als immergrüner Baum und gehört zu der Familie der Anisgewächse.

Er wird ungefähr 6-10 Meter hoch. Seine Blätter sind lederartig, zäh und lanzettförmig.

Aus den grünlich-gelben Blüten entstehen die rotbraunen, korkigholzigen Sammelfrüchte. Diese Früchte bestehen wiederum meist aus acht sternförmig um die Mittelachse angeordneten, Balgfruchtkapseln. Dies ist der essbare Anteil, die von uns bekannten gelb-braunen glänzenden Samenkörner.

 

Erntezeit:

Die Samen werden im Oktober, also im Herbst, vor dem ersten Frost geerntet.

 

Angebotsform:

Getrocknete ganze Früchte oder gemahlene Samen.

 

Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl: davon 80-90% Anethol; außerdem Monoterpene,

fettes Öl, Gerbstoffe.

 

Geschmack und Geruch:

Er gleicht dem Anis, ist jedoch voller, fruchtiger, schärfer aber etwas bitterer.

 

Koch- und küchentechnische Verwendung:

Wird der Anis mitgekocht, muss man ihn rechtzeitig herausnehmen, da er sonst sehr dominiert. Mit einem Stern kann man z.B. einen ganzen Braten würzen.

 

Getränke: Teemischungen, Schwarztee, Glühwein, Grog aber auch Liköre wie Pastis, Anisette

Suppen: Obstsuppen

Fleischgerichte: Rind-, Schweinefleisch und Lamm, süß-sauer abgeschmeckt

Fisch: asiatische Fischgerichte

Geflügel: süß-saure Gerichte von Huhn, Pute, Gans und Ente, Geflügelzubereitungen mit Obstfüllungen

Gemüse: Rotkraut, Wirsing

Dessert: Kompotte von Zwetschgen, Apfel, Birne, Pudding, Cremes, Aufläufe

Er passt sehr gut zu Pfeffer, Nelken Zimt, Ingwer und Fenchel

Er ist ein typisches Backgewürz, das besonders in der Weihnachtszeit eingesetzt wird.

Z.B. wird er für Anisplätzchen, Springerle, Lebkuchen oder sonstiges Kleingebäck verwendet.

Verwendung in der Diätetik:

Durch seine ätherischen Öle wirkt er appetitanregend, durch die Gerbstoffe beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Dadurch hilft er bei leichten Krämpfen, Völlegefühl und Blähungen.

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)