Ernährungsberatung Schorndorf

Beifuß

 Artemisia vulgaris

Auch: Jungfernkraut, Weiberkraut, Gänsekraut,

Wilder Wermut, Sonnwendgürtel, Besenkraut, Fliegenkraut.

 

Beschreibung:

Der Beifuß gehört zu der Familie der Korbblüter und ist eine mehrjährige Pflanze. Er wird bis zu 2 m hoch, ist aber trotzdem eher unauffällig. Der Stängel ist hart und hat viele Seitenausläufer. Seine Blätter sind doppelt gefiedert, auf der Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite weißlich und filzig. Die Blüten sind klein und grau-gelb.

Er wächst an Wegrändern, auf Geröll, in Steinbrüchen, an Straßen.

Der verwertbare Anteil, sind die Zweigspitzen mit geschlossenen Blüten.

Die oberen Blätter und die voll erblühte Pflanze sind sehr bitter.

Erntezeit ist von Juli bis September.

Angebotsformen:

Sträußchen (enthält Zweigspitzen, geschlossene Knospen, Blätter)

  • gerebelt

  • gemahlen

  • frisch eher selten (wächst gerne an Wegrändern)

 

Inhaltsstoffe:

Die Pflanze enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe, Cineol

 

Geschmack & Geruch:

Er schmeckt würzig, erinnert an Wacholder, kann aber auch leicht bitter schmecken.

 

Koch- und küchentechnische Verwendung

 

Verarbeitung:

Die Würze des Krauts entwickelt sich erst durch Hitze,

deshalb muss Beifuß gleich zu Beginn der Garzeit beigeben werden.

Er wird generell gern für schwere,  fette oder blähende Speisen verwendet.

 

Verwendung innerhalb der Diätetik:

Er regt die Sekretion von Magen & Gallensaft an,

wodurch  fette und schwere Gerichte bekömmlicher werden.

Seine Bitterstoffe fördern ebenfalls die Verdauung.

Als Stärkungstee wirkt krampfstillend und harntreibend.

Er ist für alle Kostformen geeignet.

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)