Ernährungsberatung Schorndorf

Kerbel

Auch: Gartenkerbel, Körbelkraut, Suppenkraut

Beschreibung:

Der Echte Kerbel, eine einjährige Pflanze, wird als Kulturpflanze angebaut. Bekannt ist vor allem seine Kulturform, die als Suppenkraut und Gewürz für Gemüse oder Salate verwendet wird. Kerbel hat mehrfach gefiederte, grüne Blätter mit gesägten Endabschnitten und kleine weiße Blüten, die in Doppeldolden angeordnet sind. Die bei der Reife in zwei Teile zerfallenden Früchte sind länglich, bei den heimischen Arten 4 bis 10 mm lang, und sind in einen 1 bis 4 mm langen Schnabel verschmälert. Die ganze Pflanze ist mit Ausnahme der Frucht behaart. Verwendet werden die Blätter und - selten - die Samen.
 

Erntezeit:

Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Die Ernte der Blätter beginnt ab 45 bis 60 Tagen nach Aussaat bis unmittelbar vor die Blüte. Ab April kann man Kerbel ernten, allerdings soll man die Pflanzen nicht blühen lassen; schneidet man die Blüten rechtzeitig ab, verhindert man ein Nachlassen des Aromas und regt die weitere Blattbildung an.
 

Angebotsformen:

Kerbel wird entweder frisch zum Beispiel in Kräutertöpfen und als Bundware, als Tiefkühlware oder getrocknet vermarktet (letztere Form führt allerdings zu Aromaverlusten). Tiefgefroren kann man sie klein gehackt oder geschnitten im Eiswürfelbehälter erhalten.

 

Inhaltsstoffe:

-          0,03% ätherische Öle

-          Glykosid: Apiin

-          Bitterstoffe

 

Geschmack und Geruch:                                                                                        

Die ganze Pflanze besitzt einen Anisgeruch. Bestimmend für den Geschmack sind die ätherischen Öle. Kerbel ist Petersilie sehr ähnlich, hat aber ein ganz zartes Anisaroma und schmeckt leicht süßlich.

Koch und Küchentechnische Verwendung:                                                          

Da Kerbel nur ein sehr feines Aroma besitzt, sollte man es entweder nur alleine oder mit Pfeffer und Salz verwenden. Es harmoniert auch mit anderen zarten Kräutern wie Petersilie oder Estragon. Stark würzende Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Basilikum wären zu dominant und würden den zarten Kerbelgeschmack erdrücken.

Beispiele für passende Gerichte

Brühen und Suppen: Kraftbrühe, Kräutersuppe, Blumenkohl-, Champignon-, Kerbel-, Kartoffel- und Möhrensuppe

Fleisch: Kalb, Lamm und Schweinefleisch in hellen Saucen

Geflügel: in Füllungen, Hühnerfrikasée, Putenfrikasée

Eiergerichte: Eier in Kerbelsauce, Kräuterrührei, Omeletts

Saucen: Frankfurter Grüne Sauce, Kerbelsauce, gebratenes Kalbfleisch, Champignon-, Fisch-, Kalbssauce

Gemüse: Erbsen-Möhrengemüse, Gurken, alle Frühlingsgemüse

Salate: Champignon-, Gurken-, Fenchel-, Eier-, Kalbfleisch-, Geflügelsalat, Salat von grünem Spargel

Sonstiges: Kräuterquark, Orangen-Kerbel-Butter, Bestandteil der Fines Herbes, Kerbelessig, Kerbelremoulade

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)