Ernährungsberatung Schorndorf

Rosmarin

Auch: Antonkraut, Brautkraut, Hochzeitsbleaml, Kranzenkraut, Meertau, Weihrauchkraut

Beschreibung:

Der immergrüne, buschig verzweigte Strauch erreicht eine Größe von 50 cm bis 2 Meter. Die Blätter sind 10 bis 40 mm lang, schmal und ledrig. Die Ränder sind nach unten umgerollt, oberseits tiefgrün und runzlig, an der Blattunterseite weißfilzig behaart. Hierdurch schützt sich das Blatt vor Austrocknung. Die blassblauen Blüten können das ganze Jahr über entstehen. Sie stehen in kurzen achselständigen Trauben an dicht beblätterten Kurztrieben und sind etwas filzig. Man kann das blühende Kraut oder nur die Blüten sammeln. Als Gewürz wird Rosmarin sehr weit verbreitet in Form der frischen Blätter (Nadeln) oder Blattspitzen genutzt.

 

Erntezeit:

Zwischen März und Mai und manchmal auch im September blüht der Rosmarin mit hellblauen Lippenblüten. Die Haupternte ist während der Blütezeit, an warmen Tagen.
 

Angebotsformen:

Frisch im Topf und als Bundware aber auch getrocknet und gerieben, ganz und geschnitten.
Eingelegt in Öl oder Essig wird er auch angeboten, hier ist die Aromaübertragung besonders gut.

Inhaltsstoffe

Rosmarin enthält ätherische Öle (Cineol, Campher), 8 % Gerbstoff, Flavonoide, Bitterstoffe, Harz.

 

Geschmack und Geruch:

Rosmarin enthält kampferähnliche ätherische Öle und Gerbstoffe, wodurch er leicht bitter-würzig bis scharf schmeckt.Die Blätter riechen streng aromatisch. Getrocknete Blätter schmecken herb und bitter.

 

Koch- und Küchentechnische Verwendung:

Rosmarin ist in der mediterranen Küche (vor allem in Italien und der Provence) ein wichtiges Gewürz. Doch darf man Rosmarin nur sparsam dosieren, denn seine Würzkraft ist enorm. Wenn man zuviel davon nimmt, überdeckt er alle anderen Geschmacksrichtungen, besonders in gemahlener Form.

Brühen und Suppen: Minestrone, Tomatensuppe

Fleisch: gegrillter Filetsteak vom Rind, Wildschweinragout, Cevapcici, Lammfleisch in jeder Form, Schweine-, Kalbs-, Hirsch-, Rehbraten

Geflügel: gebratenes Wildgeflügel, als Füllung, geschmortes Hähnchen, gebratenes Hähnchen

Fisch: gebratene und gegrillte Seefische

Eiergerichte: Kräuteromeletts, Omeletts mit Speck und Pilzen

Gemüse: als Spieße zu verwenden! Tomate, Paprika, Pilze, Aubergine; Ratatouille

Beilagen: Bratkartoffeln, Ofenkartoffeln, italienische Nudelgerichte

Sonstiges: Kräuterbutter, Pizza, Wurstmassen, Pasteten, Käsegebäck, Bestandteil der Kräuter der Provence, Kräuteröl, Kräuteressig

 

Verwendung innerhalb der Diätetik:

Rosmarin fördert auch die Tätigkeit der Verdauungsdrüsen und hilft so bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen, wie Völlegefühl, Blähungen und leichte Krämpfe.

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)