Ernährungsberatung Schorndorf

Thymian

Auch: Römischer oder welscher Quendel, Kuttelkraut

Beschreibung:

Der Thymian kommt qus dem europäischen westl. Mittelmeergebiet bis Süditalien.

Wir in Deutschland beziehen den größten teil allerdings aus eigenem Anbau. Der Thymian gehört zur Familie der Lippenblütler. Er ist eine mehrjähriger Zwergstrauch, worunter man sich einen eher niedrigen Busch von 20-40 cm mit kleinen schmalen immergrünen Blättern vorstellen kann.

Er besitzt aufrechte und mehr oder weniger verholzte Stängel an denen sich die sehr kurzstieligen Blätter befinden.

Diese sind länglich und lanzettenartig, ganzrandig und am Rand nach unten eingerollt. Evtl. sind die Blätter auf der Unterseite leicht behaart.

Die Farbe der Thymianblüte ist leicht rosa bis violett.

Verwertetrer Teil: Die Blätter und Blüten.

 

Erntezeit:

Haupterntezeit des Thymian ist von Mai bis September.

 

Angebotsformen:

Frisch und getrocknet (gerebelt, grob zerkleinert, selten gemahlen)

 

Inhaltsstoffe:

ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe

 

Geschmack und Geruch:

Geschmack: charakteristisch bitter- würzig

Geruch: stark aromatisch, je nach Sorte von Zitrone bis blumig-würzig

 

Koch- und küchentechnische Verwendung:

 

Frische und getrocknete Kräuter werden mitgegart, dadurch entfaltet sich das volle Aroma. Vor dem Servieren werden die Zweige dann entfernt. Als Garnitur können frische Zweige auch mit Blüten verwendet werden. Der Thymian ist sparsam zu dosieren aufgrund seines starken Eigengeschmacks. Getrocknet bewahrt Thymian sein Aroma sehr lange.

Thymian passt zu Lorbeer, Basilikum, Petersilie, Majoran, Dill, Rosmarin, Bohnenkraut, Salbei, Knoblauch, Lavendel, Zwiebeln und Oliven.

 

Suppen/Eintöpfe: Kartoffelsuppe, Tomatensuppe, Zucchinisuppe, Bohnensuppe, Kräutersuppe, Erbsensuppe, Fleisch- und Fischbrühe

Fleisch/Geflügel: Schweinebraten, Kalbsbraten, Wild, In Kurzzeitmarinaden, In Marinaden für Sauerbraten, z.B. Rheinischer Sauerbraten, Irish Stew, Magdeburger Bördeeintopf, Hähnchen, Hühnerbrüstchen mit Kräutern, Putenspieß in Peperonisauce

Fisch: gegrillt; z.B. gegrilltes Lachssteak, Pochiert in Kräutersauce, Kräuterforelle

Saucen: Tomatensaucen, Peperonisauce, Kräutersauce, Wildsauce

Beilagen: Kartoffelaufläufe, Kartoffeleintöpfe, Brat- und Ofenkartoffeln

Gemüse: Zucchini, Tomaten, Aubergine, Pilze, Paprika, Bohnen, Hülsenfruchtgemüse, Süßsaures Lensegmüs

Salate: Tomatensalat, Bohnensalat, Gurkensalat

Sonstiges: Bestandteil des Bouquet garni bei z.B: Kalbsblankett, Kalbsbries; Bestandteil des Gewürzbeutels bei z.B: Krenfleisch mit Wurzeln; in Gewürzmischungen wie Kräuter der Provence, Provenzalische Kartoffeln, Gulaschgewürz, Tomaten-Mozzarella-Salz; Kräuteressig, Kräuterlikör, Wurstgewürz, Grund: enthält antiseptische und konservierende Wirkstoffe, Schmalz

 

Verwendung in der Diätetik:

Thymian wirkt getrocknet als Tee bei Husten und Erkältung: Schleimlösend, antibakteriell, antiseptisch.

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)