Ernährungsberatung Schorndorf

Wacholder

Auch: Wacholder wird auch Kranawitt, Jachelbeerstrauch, Reckholder, Wachandel, Wachelduren

und in der norddeutschen Variante Machandel genannt.

Vom mittelhochdeutschen Wechalter leitet sich der Name Wacholder ab.

Beschreibung:

Der Wacholder, ein Zypressengewächs, wächst als Strauch, der bis zu 3 m hoch werden kann, aber ebenso auch als großer säulenartiger Baum, der bis 10 m hoch werden kann heran. Seine Nadeln sind ca. 1 cm lang und sehr spitz. Die Wacholderbeeren, welche botanisch gesehen eigentlich Zapfen sind, benötigen eine Reifezeit von zwei Jahren.

Anschließend können die beerenartigen Zapfen verwertet werden

Der Wacholder steht in Deutschland unter Naturschutz, jedoch darf man zur Reifezeit die Wacholderbeeren pflücken.

 

Erntezeit

Die Erntezeit ist von September bis Oktober.

 

Angebotsformen

Angeboten werden ganze Wacholderbeeren getrocknet.

 

Inhaltsstoffe

Wacholderbeeren enthalten reichlich ätherische Öle mit Monoterpenen als Hauptkomonente, Harze, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Zucker

 

Geschmack und Geruch

Die Wacholderbeeren riechen etwas harzig nach Tannen, schmecken jedoch bitterwürzig und leicht süß.

 

Koch- und Küchentechnische Verwendung:

Man sollte die Wacholderbeere vor Gebrauch leicht zerdrücken, damit das Aroma sich besser entfalten kann. Sie werden vor dem Kochen zugesetzt und vor dem Servieren wieder entfernt.

 

Suppen/Brühe: Wildbrühe, Wildsuppen, deftige Eintöpfe

Fleisch: Wild, Wildpasteten und Wildgeflügel (Taube, Ente), Rindfleisch z.B. Sauerbraten, Geflügel, Hammelschmorbraten, Rauchfleisch, Wurstwaren

Fisch: Fischsud, Fischmarinaden, geräucherter Fisch

Gemüse: Sauerkraut, Rote Beete, Steckrüben, Rotkohl, eingelegtes Gemüse

Sonstiges: Der größte Teil der einheimischen und eingeführten Ernte geht an die Branntwein-Industrie: Gin, Genever, Steinhäger, andere Wacholderschnäpse und Liköre werden daraus gebrannt.

 

Verwendung innerhalb der Diätetik

 

Bereits vor 3.500 Jahren machten die Ägypter aus Kräutern und Wacholder Mundwässer. Wacholderbeeren enthalten nämlich desinfizierende Substanzen, sowie harntreibende Wirkstoffe. Außerdem fördern Wacholderbeeren den Appetit, regen die Verdauung an und beseitigen Blähungen.

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)