Ernährungsberatung Schorndorf

Ernährung bei Akuter Pankreatitis

Entzündung der Bauchspeicheldrüse


"Essen hält Leib & Seele zusammen"
Zertifizierte auf dich abgestimmte Ernährungsberatung 
         
              

Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt
Bei einer akuten Pankreatitis handelt es sich um eine plötzlich einsetzende Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Hierbei kommt es kommt zu einer Selbstverdauung (Autodigestion) durch die eigenen aktivierten Enzyme der Bauchspeicheldrüse. Hauptsächlich ist die exokrine Funktion betroffen, eine diabetische Stoffwechsellage ist daher selten.

Anatomie des Pankreas & Beschreibung der endokrinen & exokrinen Funktion:

Unsere Bauchspeicheldrüse besteht aus einem Kopf, einem Körper und einem Schwanz. Der Kopfbereich hat vor allem die Aufgabe Enzyme zu bilden für die Verwertung unserer Lebensmittel und damit Nährstoffe (= exokrine Funktion). Diese werden dann in den Dünndarm abgegeben für die Aufspaltung von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten aus unseren Lebensmitteln. Der Schwanzbereich der Bauchspeicheldrüse hat vor allem die Aufgabe Hormone des Kohlenhydratstoffwechsels zu bilden - Insulin und Glucagon (= endokrine Funktion).

Hauptursachen:

  • Alkoholabusus

  • Gallensteine

  • Reflux von Gallenflüssigkeit

  • Reflux von Duodenalinhalt

  • gesteigerte Pankreassekretion

  • Durchblutungsstörungen des Pankreas

  • Papillenstenose (Papilla Vateri/Duodeni major ist verändert)

  • Divertikulitis (duodenal)

  • Mumps

  • Nebenschilddrüsenüberfunktion

  • Zollinger-Ellison-Syndrom (Gastrinproduzierender Tumor)

  • Mukoviszidose

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei, den Heilungsprozess / Regenerationsprozess zu fördern und zu unterstützen indem eine bekömmliche vollwertige Lebensmittelauswahl - und koch-und küchentechnische Zubereitung der Speisen gewährleistet wird. Des weiteren werden Blähungen, Völlegefühl, Druck im Bauchraum, Schmerzen hierdurch entgegengewirkt. Sie erfahren welche Lebensmittel Sie bedenkenlos essen können.

Ziel ist es alle für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) Energie und Eiweiß in dem Maß zuzuführen, damit ihr Körper optimal versorgt wird. Hierfür werden gezielt entzündungsförderliche Lebensmittel gemieden sowie reichlich entzündungshemmende Lebensmittel verzehrt. Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert. Durch eine entzündungshemmende Kost kann so der Gesundheitszustand verbessert werden.

Sie erfahren wie Sie Entzündungen  aktiv entgegenwirken können durch Lebensmittel die von Natur aus antimykotische (gegen Pilze), antibakterielle (gegen Bakterien), antivirale (gegen Viren) und antioxidative sowie immunstärkende Eigenschaften haben - also quasi natürliche Antibiotika darstellen.

Symptome:

  • abhängig vom Ausmaß der Entzündungsprozesse

  • Leitsymptom:

  • meist nach dem Essen plötzlich auftretende, gürtelförmig ausstrahlende Oberbauchschmerzen evtl. verbunden mit Übelkeit und Erbrechen

  • Kreislaufschock (Nierenversagen)

  • Gesichtsröte

  • Bauchdecke ist bretthart angespannt

  • Ileus bzw. Subileus

Komplikationen: Pneumonie, Perikarditis, Enzephalopathie, Abszessbildung,  Pseudozysten

Therapeutische Maßnahmen im Überblick:

  • Häufig stationäre Behandlung erforderlich

  • Flüssigkeits- und Nahrungskarenz bei schwerem Verlauf

  • Magensonde

  • Infusionstherapie

  • Stimulation der Pankreassekretion muss vermieden werden

  • Schmerztherapie, Schocktherapie

  • bei schwerem Schock: künstliche Beatmung, evtl. Dialysetherapie bei Niereninsuffizienz

  • strenge Bettruhe (egal ob leichte oder schwere Form)

  • Diättherapie

  • Enzymsubstitution innerhalb des diätetischen Kostaufbaus

  • Alkoholverbot

Diätetische Therapie: Ernährungsprinzip

  • In Abhängigkeit vom Schweregrad, Verlauf, Ernährungszustand des Patienten/in

  • Parenterale Ernährung

  • Enterale Ernährung

  • Orale Ernährung

  • Kombination aus den oben genannten Ernährungsformen

  • Dauer der einzelnen Ernährungsphasen richtet sich nach dem individuellen Krankheitsverlauf

  • Nach Ausheilung sind keine diätetischen Maßnahmen mehr erforderlich

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Blutbild:

Es empfiehlt sich seinen Omega 3- Index regelmäßig überprüfen zu lassen.

Dieser gibt Auskunft über die Versorgung mit wertvollen Omega 3 Fettsäuren (alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure), die maßgeblich Entzündungsprozessen im Körper entgegenwirken können.

Ernährungstherapie

  • Antientzündliche Ernährung als Basis, individuell auf Sie abgestimmt

  • ganzheitliche Therapie - haben Sie Begleiterkrankungen die innerhalb der Beratung zu berücksichtigen sind?

  • Fettauswahl insgesamt, wie sollte diese gestaltet sein

  • wieviel tierische Lebensmittel (z.B. Fleischwaren, Milch u. Milchprodukte, Käse, Fischwaren, Eier) sind empfehlenswert?

  • Auf was muss ich bei der Auswahl tierischer Lebensmittel achten?

  • Wie kann ich durch die Ernährung Entzündungsprozessen entgegenwirken?

  • Körpergewicht: Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert.

  • Bei Insulinresistenz & Fettstoffwechselstörungen, diese ebenfalls ernährungstherapeutisch behandeln

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • ausreichend Ballaststoffe zuführen (> 30 g / Tag) über natürliche Lebensmittel, evtl. Ballaststoffsubstitution

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von ca. 1,3 - 2 l Trinkflüssigkeit entsteht.

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

 

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Hilfestellung:

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„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)