Ernährungsberatung Schorndorf

Ernährung zur Vorbeugung & Heilung eines Herzinfarkts

"Essen hält Leib & Seele zusammen"
Zertifizierte auf dich abgestimmte Ernährungsberatung 
         
              

Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt
Ein Herzinfarkt entsteht meist durch ein Blutgerinnsel, das ein Herzkranzgefäß (= Koronararterien) verstopft. Die Koronararterien umgeben den Herzmuskel kranzförmig & versorgen ihn mit Sauerstoff & wertvollen Nährstoffen. Durch eine Arteriosklerose „Gefäßverkalkung“ kommt es zu einer Einengung der Herzkranzgefäße (= Koronararterien) durch Ablagerungen (Plaques) an der Innenwand. Hierdurch entsteht eine Koronare Herzkrankheit (KHK). Plaques können Risse bekommen & aufbrechen, wodurch sich sofort Blutplättchen (Thrombozyten) anlagern, um die Risse zu verschließen. Dabei werden Botenstoffe freigesetzt, die weitere Blutplättchen anlocken & sich schließlich ein Blutgerinnsel (Thrombus) bildet. Wenn dieses Gerinnsel das betreffende Gefäß völlig verstopft, kommt es zu einem Herzinfarkt: Der Herzmuskelabschnitt, der vornehmlich durch dieses Herzkranzgefäß versorgt wird, bekommt nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Der Herzmuskelabschnitt kann dann innerhalb weniger Stunden absterben, im schlimmsten Fall stirbt der Patient (akuter Herztod).

 

Risikofaktoren:

 

Vorbeugung (Prävention):

  • gesunde Lebensweise

  • regelmäßige Bewegung

  • gesundes Körpergewicht (Normalgewicht: BMI 18,5 - 24,99)

 

Symptome:

  • starke Schmerzen im linken Brustbereich / hinter dem Brustbein

  • plötzliche schwere Atemnot

  • Angstgefühl bis hin zur Todesangst: kalter Schweiß, fahle Gesichtsfarbe, kalte Haut

  • Beklemmungsgefühl: „als stünde ein Elefant auf meiner Brust“.

  • Bewusstlosigkeit oder starkes Schwindelgefühl

  • "stummer Infarkt" ohne Schmerzen z.B. häufig bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) & bei älteren Menschen

  • Symptome bei Frauen können andere sein (Übelkeit, Schwindel, Erbrechen) als bei Männern

 

Untersuchungen:

EKG, Herz-Ultraschall, Blutuntersuchungen, Herzkatheteruntersuchung

 

Behandlungsmöglichkeiten:

Aufweitung des verengten Herzgefäßes (Ballondilatation) und Einbau einer Gefäßstütze (Stent) im Rahmen einer PTCA, medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels (Lysetherapie), sonstige Medikamente, Bypass-Operation

 

(Auszug aus Quelle: https://www.netdoktor.de/krankheiten/herzinfarkt/)

Ursachen:

  • meist ein Blutgerinnsel (Thrombus) das ein Herzkranzgefäß verstopft

  • Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) der Herzkranzgefäße (Koronarsklerose): Es lagern sich Blutfette, Blutgerinnsel (Thromben) und Bindegewebe lagern an den Innenwänden der Gefäße ein. Dies verringert den inneren Gefäßdurchmesser, sodass der Blutfluss behindert wird.

 

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei arteriosklerotischen Veränderungen entgegenzuwirken.

Bei Übergewicht u. oder Adipositas ist eine Gewichtsreduktion unerlässlich. Der Stellenwert erhöht sich, wenn Zweit- oder Mehrfacherkrankungen vorliegen wie erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht / Adipositas, Hyperurikämie, Hypertonie, Diabetes mellitus (Metabolisches Syndrom). So wie ein zu hoher Blutzuckerspiegel begünstigt auch zu viel Cholesterin eine Verengung und Verhärtung der Gefäße. Um diese Arteriosklerose nicht weiter zu fördern, werden nach einem Hirnschlag oft Statine (CSE-Hemmer) verordnet.

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei, Ihre Beschwerden insgesamt zu reduzieren und hierdurch Ihre Gesundheit positiv zu beeinflussen. Eine energieangepasste vollwertige Ernährung unter Aufsicht einer zertifizierten Ernährungsfachkraft kann so langfristig zu Ihrem Erfolg führen. Die Ernährung wird angepasst an Ihr aktuelles Gewicht & gemeinsam definierter Zielsetzung für die Gewichtszunahme / oder - abnahme.

Ziel ist es alle für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffe (Vitamine & Mineralstoffe) Energie und Eiweiß sowie sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe & Ballaststoffe in dem Maß zuzuführen, damit ihr Körper optimal versorgt wird. Hierfür werden gezielt entzündungsförderliche Lebensmittel gemieden sowie reichlich entzündungshemmende Lebensmittel verzehrt. Durch eine entzündungshemmende Kost kann so Ihr Gesundheitszustand verbessert werden und Ihr Immunsystem gestärkt werden für mehr Wohlbefinden und Kraft in Ihrem Alltag. Sie erfahren wie Sie Entzündungen aktiv entgegenwirken können durch Lebensmittel die von Natur aus antimykotische (gegen Pilze), antibakterielle (gegen Bakterien), antivirale (gegen Viren) und antioxidative sowie immunstärkende Eigenschaften haben - also quasi natürliche Antibiotika darstellen.

Kochsalz: 5-7 g NaCl/Tag: 85-119mmol Na

Entspricht den DACH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr für gesunde Erwachsene;

Präventionsgrundlage; therapeutisches Basiskonzept in Verbindung mit einer antihypertensiven Therapie.

(Kochsalzarme Kost: 3g NaCl /d; 51 mmol Na; streng kochsalzarme Kost; heute ohne Bedeutung mehr, da praktisch nicht durchführbar)

 

Kaliumreiche Kost, 2-3 g K / Tag, evtl. Schalttage einsetzen (z.B. erweiterte Kempnersche Reisdiät, Saft- und Obsttag, Rohkosttag)

Tipp: Verwenden Sie reichlich Kräuter und Gewürze, dann können Sie Salz und Fett einsparen.

Bei Acetylsalicylsäure - oder Marcumartherapie:

Das Risiko der Entstehung von Blutgerinnseln an den atherosklerotisch veränderten Gefäßen kann durch Acetylsalicylsäure oder Antikoagulantien (z. B. Marcumar®) gesenkt werden.

Durch die Medikamenteneinnahme muss im Hinblick auf das fettlösliche  Vitamin K ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Dinge die in der Lebensmittelauswahl und Nahrungsergänzungsmittel zu beachten sind, erläutere ich Ihnen gerne in der Beratung.

                                                 

Blutbild:

Es empfiehlt sich seinen Omega 3- Index regelmäßig überprüfen zu lassen.

Dieser gibt Auskunft über die Versorgung mit wertvollen Omega 3 Fettsäuren (alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure), die maßgeblich Entzündungsprozessen im Körper entgegenwirken können.

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Ernährungstherapie

  • Entzündungshemmende Kost mit moderatem Salzkonsum und kaliumreicher Lebensmittelauswahl.

  • ganzheitliche Therapie - haben Sie Begleiterkrankungen die innerhalb der Beratung zu berücksichtigen sind?

  • Körpergewicht: Bei Übergewicht / Adipositas ist eine Gewichtsreduktion empfehlenswert.

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • Ballaststoffe entsprechend der jeweilige Stufe zuführen (ballaststoffarm oder ballaststoffreich)

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von 1,3 - 2 l Trinkflüssigkeit entsteht.

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • Fettauswahl insgesamt, wie sollte diese gestaltet sein?

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • Auf was muss ich bei der Auswahl tierischer Lebensmittel achten?

  • wieviel tierische Lebensmittel (z.B. Fleischwaren, Milch u. Milchprodukte, Käse, Fischwaren, Eier) sind empfehlenswert?

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

 

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Hilfestellung:

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„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)