Ernährungsberatung Schorndorf

Ernährung bei akuter / chronischer Niereninsuffizienz
"Essen hält Leib & Seele zusammen"
Zertifizierte auf dich abgestimmte Ernährungsberatung 
         
              

Ernährungsberatung in Schorndorf Sarah Mörstedt
Bei einer Niereninsuffizienz (Nierenschwäche, Nierenversagen) funktionieren die Nieren nur eingeschränkt oder gar nicht mehr. Ein fortschreitender Untergang von Nephronen (Arbeitseinheiten der Nieren) führt zu einer irreversiblen (nicht mehr rückgängig machbaren) Schädigung & somit Funktionsverlust der Nieren. Die wichtigste Aufgabe der Nieren ist es, das Blut zu filtern & zu reinigen zur Entgiftung des Körpers.

Typische Symptome einer Nierenschwäche im Endstadium (terminales Nierenversagen) sind:

  • Übelkeit, Erbrechen & Appetitlosigkeit

  • Benommenheit, Schläfrigkeit

  • Bluthochdruck (nicht mehr einstellbar) & ein unregelmäßiger Herzschlag

  • Urinmenge geht zurück

  • Wassereinlagerungen (Ödeme)

  • Atemnot

  • Krämpfe, Koma

Gesunde Nieren weisen eine glomeruläre Filtrationsrate (GFR) von 95 - 110 ml pro Minute auf. Das eribt ca. 180 Liter Blut die unsere Nieren jeden Tag filtern. Je mehr sich die  Niereninsuffizienz verschlechtert so verschlechtert sich auch dieser Wert (wird immer kleiner).

Weshalb ist eine Ernährungstherapie wichtig?

Die Ernährungstherapie unterstützt Sie dabei, Ihre Nieren optimal in Ihrer Funktion zu unterstützen und Ihren Körper mit allen für Sie wichtigen Fettsäuren, Mikronährstoffen (Vitamine und Mineralstoffe) Energie und Eiweiß optimal zu versorgen. Je nach Stadium Ihrer Erkrankung (1-5) sind unterschiedliche ernährungstherapeutische Maßnahmen für eine ausreichende gute Versorgung Ihres Körpers erforderlich (z.B. Energie, Protein, Elektrolyte wie z.B. Kalium). Insgesamt zielt die Therapie darauf ab entzündungsförderliche Lebensmittel zu meiden & gleichzeitig reichlich entzündungshemmende Lebensmittel zu verzehren. Bei Übergewicht / Adipositas ist evtl. eine Gewichtsreduktion empfehlenswert. Patienten mit einer Nierenerkrankung sollten mit Ihrem Arzt absprechen, ob sie ihre Flüssigkeitszufuhr kontrollieren müssen.

Chronische Niereninsuffizienz

Stadieneinteilung: 1 – 5 nach der GFR oder nach Retentionswerten (Laborwerte: harnpflichtiger Substanzen steigen)

 

Einteilung nach GFR (Quelle: National Kidney Foundation, Kidney Disease Outcome Quality Initiative, KDOQI)

 

Niereninsuffizienz – Stadium 1

GFR > 90 Milliliter / Min. (= Nierenerkrankung mit normale GFR)

Weitere Infos: Meist zufälliger Befund, evtl. Ödeme vorhanden, oder auch verfärbter Urin, der Kreatinin-Spiegel im Blut ist noch normal, häufig jedoch schon vermehrt Eiweiß im Urin (= Anzeichen für eine Störung der Nierenfunktion). Evtl. sind erste krankhafte Veränderungen der Nieren im Ultraschall sichtbar.

Niereninsuffizienz – Stadium 2: milde Funktionseinschränkung

GFR 60 - 89 Milliliter / Min.

Niereninsuffizienz – Stadium 3: Mittelgradige Funktionseinschränkung

Einteilung in 2 Stadien: GFR 45 - 59 Milliliter / Min. & GFR 30 - 44 Milliliter / Min.

Weitere Infos: Die Filterfunktion der Nieren ist so verringert, dass die Kreatinin Blutwerte & Harnstoff erhöht sind. Allerspätestens jetzt kommt es zu Beschwerden wie Bluthochdruck, Leistungsabfall & Kraftlosigkeit treten auf. Nun ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Es besteht häufig Appetitverlust, eine ungewollte Gewichtsabnahme (Gefahr Mangelernährung), Anämie, erste Störungen im Wasser- & Elektrolythaushalt.

Niereninsuffizienz – Stadium 4 - Große Funktionseinschränkung - Eine Nierenersatztherapie ist erforderlich

GFR 15 - 29 Milliliter / Min.

Weitere Infos: Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Juckreiz, Nerven- und Knochenschmerzen, Ödembildung (z.B. an Beinen & im Gesicht).

Niereninsuffizienz – Stadium 5 - Terminale Niereninsuffizienz  - Nierenschwäche im Endstadium

Eine Nierenersatztherapie ist lebensnotwendig

GFR < 15 Milliliter / Min.

Weitere Infos: Urämie Symptome, Übergang zum Coma uraemicum.

Der Patient ist auf eine Blutwäsche (Hämodialyse, HD), Bauchwäsche (Peritonealdialyse, PD) oder auf eine Nierentransplantation angewiesen.

Aufgaben der Nieren:

  • Entgiftung: harnpflichtige Substanzen (Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure), Fremdstoffe, Medikamente, Umweltgifte

  • Konstanthaltung des Wasserhaushaltes und osmotischen Druckes durch Elektrolytregulation

  • Hormonbildung: Renin & Erythropoetin, Vitamin D- Aktivierung in Calcitriol

  • Aufrechterhaltung des Säure-Basenhaushaltes: Blut-PH-Wert: 7,4, unterstützt den Bicarbonatpuffer (HCO3- + H+ <-> H2CO3 <-> CO2 + H2O ), H+ Ausscheidung - Regulation

Harnbildung

  • Renin steuert den Filtrationsdruck

  • Filtration / d = 180 Liter = 1,5 Liter Urin /Tag

Nierenschwelle von Glukose: 180mg/dl / Tag

= max. Resorptionsmenge! --> mehr Glucose wird als Rest ausgeschieden (bei Diabetes mellitus)

Nephron (Nierenrinde) = funktionelle Einheit

Nephrone bestehen aus Nierenkörperchenn & Nierenkanälchen

1) Nierenkörperchen - Primärharnbildung  

  • Glomerulus-Gefäßeinheit (Arterien) --> Ultrafiltration

  • Baumannsche Kapsel (engmaschiger Filter, Proteine bleiben hängen)

2) Nierenkanälchen (Tubulusapparat)

  • – Reabsorption, Sekretion, Konzentration

  • Sekundärharnbildung (Endharn)

  • proximaler Tubulus (Reabsorption: AS, Glukose, Wasser, Elektrolyte)

  • Henlesche Schleife (Wasser)

  • distaler Tubulus (Wasser, Elektrolyte)

  • Verbindungstubulus (Elektrolyte)

 

Sammelrohr (Wasserrückresorptionsort) sammelt den Sekundärharn & führt diesen ins Nierenbecken

Nierenersatzverfahren:

  • Voraussetzung: Semipermeable Membran!

  • Semipermeabel (Dialysegerät oder Bauchfell)

  • Hämodialyse (Blutwäsche außerhalb des Körpers)

  • Peritonealdialyse (CAPD), Entgiftung über das Bauchfell

  • Nierentransplantation

Einordnung Ihres Gewichts - Definition und Klassifikation des Gewichts im Verhältnis zur Größe.

Für Kinder und Jugendliche gelten spezielle Perzentilkurven, hier kann der BMI nicht einfach angewendet werden.

BMI und Interpretation: BMI: body mass index. Formel: Körpergewicht in kg : (Körpergröße in m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5 – 24.9

Übergewicht = Präadipositas: 25 – 29.9

Adipositas Grad I: 30 – 34.9

Adipositas Grad II: 35 – 39.9

Adipositas Grad III: > 40 = per magna

Ernährungstherapie

  • Antientzündliche Ernährung als Basis, individuell auf Sie abgestimmt

  • Individuelle Energie - & Proteinbedarfsberechnung & Elektrolytzufuhr

  • ganzheitliche Therapie - haben Sie Begleiterkrankungen die innerhalb der Beratung zu berücksichtigen sind?

  • Fettauswahl insgesamt, wie sollte diese gestaltet sein

  • wieviel tierische Lebensmittel (z.B. Fleischwaren, Milch u. Milchprodukte, Käse, Fischwaren, Eier) sind empfehlenswert?

  • Auf was muss ich bei der Auswahl tierischer Lebensmittel achten?

  • Wie kann ich durch die Ernährung Entzündungsprozessen entgegenwirken?

  • Körpergewicht: Bei Übergewicht / Adipositas ist evtl. eine Gewichtsreduktion empfehlenswert.

  • Mikronährstoffmangel und Mineralstoffmangel vermeiden & evtl. durch Nährstoffpräparate entgegenwirken

  • Proteinmangel / Proteinüberschuss verhindern

  • Welche Nährstoffe benötige ich in welchem Verhältnis?

  • ausreichend Ballaststoffe zuführen (> 30 g / Tag) über natürliche Lebensmittel, evtl. Ballaststoffsubstitution

  • ausreichend Flüssigkeit: Gesamtflüssigkeit pro Tag: 30 - 35 ml je kg Körpergewicht und Tag. Achtung dabei handelt es sich nicht um die reine Trinkflüssigkeit. Die Flüssigkeit durch Lebensmittel (ca. 500 - 800 ml) muss hiervon noch abgezogen werden, sodass eine Menge von ca. 1,3 - 2 l Trinkflüssigkeit entsteht. Unter Absprache mit Ihrem Arzt, evtl. ist eine Flüssigkeitsbegrenzung nötig, diese wird dann mitberücksichtigt.

  • wertvolle antikanzerogene (krebsschützende) sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zuführen

  • Eine für Sie angepasste Lebensmittelauswahl mit koch- und küchentechnischen Hinweisen (für das Frühstück, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen, Abendessen)

  • Sie essen Ihre warme Mahlzeit gerne abends? Gerne gehe ich individuell auf Ihre Situation ein und wir erstellen einen Plan wie Sie Ihre vollwertige Ernährung praktisch in Ihren Alltag umsetzen können.

  • welche Öle sind gut für mich? Auf was muss ich in Bezug zur entzündungshemmenden Kost achten?

  • Wieviel Streichfett (Butter/Margarine/Pflanzenfett) darf ich verwenden und welche Produkte sind empfehlenswert?

  • ausreichend Omgea-3 - Fettsäuren und essentielle Fettsäuren zuführen

  • Wie kann ich mit natürlichen Lebensmitteln meinen Stoffwechsel ankurbeln und unterstützen?

  • sinnvolle Mahlzeitenhäufigkeit für Ihren individuellen Fall abstimmen - Mahlzeiteneinteilung

  • angestrebte Gewichtsstabilisierung / - Normalisierung & den geschätzten Zeitraum hierfür definieren

  • was gilt es bei Getränken und alkoholischen Getränken zu beachten?

  • Wie wirkt sich Bewegung auf Ihren Körper und damit auch auf Ihre Ernährung aus?

  • Blutzuckerschwankungen vermeiden

  • Süßen von Lebensmitteln - Süßstoffe, Glucose, Fruktose, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, was kann ich verwenden und in welcher Menge? Wie hoch ist die jeweilige Süßkraft der unterschiedlichen Produkte?

  • was gilt es beim Backen und Kochen zu beachten?

  • was sind günstige Zwischenmahlzeiten / Hauptmahlzeiten

  • Essen außer Haus - was gilt es zu beachten?

  • Urlaub, Schiffsreise oder Klinikaufenthalt, was gilt es zu beachten?

  • Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Sodbrennen, Inappetenz, Schmerzen in Bezug zum Essen, was kann ich dagegen tun?

  • Tagespläne als Beispiel für die praktische Umsetzung im Alltag

  • Genusstraining

  • Optimierung Ihrer Essenssituation

  • langfristiges Halten eines gemeinsam definierten Gewichts

  • mit natürlichen Lebensmitteln Magen und Darm stärken

  • Zusätzliche Therapieoptionen

  • Diätetische Produkte zur Unterstützung der Ernährungstherapie

  • Nahrungsergänzungsmittel - unter Umständen kann eine Ergänzung sinnvoll sein

  • und weitere Themen

 

Sie haben Fragen? Ich freue mich über Ihren Anruf oder Email. Zum Kontaktformular

Hilfestellung:

Medizinische Ernährungsberatung die wirt!

Frei sein

mit gesundem Essen

für mehr Wohlbefinden

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, & eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“

Hippokrates (460 - 370 v. Chr.)